Druckschrift 
1 (1980) 1574 - 1960
Entstehung
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Vorwort

Als die Leitung der Stadtbibliothek gegen Ende des Jahres 1956 den Entschluß faßte, mit derSammlung und Erschließung des gesamten Essener Schrifttums zu beginnen, übertrug siediese Aufgabe mit Dr. Wilhelm Seilmann einem bewährten und hierfür besondersqualifizierten Mitarbeiter, dem auf Grund seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit derGeschichte seiner Heimatstadt das Instrumentarium und das Fingerspitzengefühl für dieschwierige Sucharbeit und die notwendigen Fachkenntnisse für die Verarbeitung zu einerbrauchbaren Bibliographie zur Verfügung standen.

Das umfangreiche Vorhaben konnte Dr. Seilmann nicht bis zum Eintritt in den Ruhestand,1968, zu Ende führen; im Rahmen eines Werkvertrages übernahm er die Aufgabe, die EssenerBibliographie in den folgenden Jahren abzuschließen. Dadurch konnte die Gesamt-konzeption erhalten werden, die Arbeit blieb in einer Hand. Im April 1978 hatte Dr. Sellmanndas Manuskript fertiggestellt. Danach begannen die schwierigen Verhandlungen zurFinanzierung des Werkes und die Vorbereitungen für die Drucklegung. Dabei gilt eshervorzuheben, daß das Kultusministerium mit einem beträchtlichen Zuschuß dasZustandekommen der Veröffentlichung gefördert hat; dafür ist ihm besonders zu danken.

In die Bibliographie wurden alle selbständigen Veröffentlichungen, auch geringenUmfanges, aufgenommen, außerdem Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften, ausJahrbüchern und Festschriften. Bei Zeitungsartikeln konnte es sich naturgemäß nur um eineAuswahl handeln, über die sich im Einzelfall wird streiten lassen. Bei den biographischenArtikeln wurden im allgemeinen nur solche Personen berücksichtigt, die sich durch ihrenlangjährigen Aufenthalt und ihren Wirkungsbereich in Essen besonders hervorgetan haben.

DieEssener Bibliographie" umfaßt etwa 35.000 Titel und erschließt damit das Schrifttum vonden Anfängen des Buchdruckes bis zum Jahre 1960, soweit es sich auf Essen bezieht. Seit1969 gibt die Stadtbibliothek ein jährlich erscheinendes Heft heraus, das dieselbe Aufgabehat, wie diegroße" Bibliographie. Es wird angestrebt, die noch bestehende Lücke der Jahre1961 bis 1968 baldmöglichst zu schließen.

Das nun im Druck vorliegende Werk ist gleichsam die Lebensarbeit von Dr. Sellmann undzeugt von großem Idealismus, starkem Engagement und einem immensen Arbeitseifer. Dafürsei dem Verfasser an dieser Stelle besonders Dank gesagt. Danken werden ihm'voraussichtlich auch die vielen Benutzer, die auf dem Gebiet der Essener Stadtgeschichteforschen, die Doktoranden, die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung, die EssenerPresse und die zahlreichen Verbände und Behörden, Archive und Bibliotheken, weit über denEssener Raum hinaus, nicht zu vergessen alle diejenigen, die sichnur" über ihre Stadt unddie Entwicklung ihres Gemeinwesens informieren wollen.

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Dr. Hans Joachim KuhlmannDirektor der Stadtbibliothek Essen