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stilistisch dem Charakter des Buches entsprechenden Einband. Dieseerst 1930 vorgeschlagenen dankenswerten Festlegungen, welche zu-nächst für den Antiquariatskatalog und den buchhändlerischen Ver-kehr gedacht sind, sollten getrost für die Verständigung auf dem ein-bandkundlichen Gesamtgebiet zur Grundlage genommen und auf wei-tere Fachausdrücke, vor allem auf die ausländischen Bezeichnungen,ausgedehnt werden. Ein Versuch, die wichtigsten Ausdrücke zu über-setzen, ist in der Beilage gemacht. Darüber hinaus bedürfen freilichnoch mancherlei Bezeichnungen der Erörterung und Erklärung.Die buchhändlerischen Vorschriften halten sich vor allem an das, wasauch der wenig Erfahrene ohne lange Prüfung erkennen kann; es istalso nur das Gröbste, was dadurch geregelt ist. Oft werden viel aus-führlichere Erklärungen verlangt und auch gegeben, nur soll man sichnicht wundern, wenn sie falsch sind — mehr aus Unkenntnis als ausbösem Willen. In den älteren Bibliothekskatalogen findet man oft mitrührender Konsequenz die Ledereinbände nicht nur als solche ver-zeichnet, sondern auch nach der Lederart spezialisiert; man staunt überdie Lederkenntnis der alten Bibliothekare; prüft man aber die An-gaben, so enthüllen sie sich manchmal als im guten Glauben und ohnefestes Wissen gemacht. Oder der Fehler Hegt daran, daß man sich überdie Bedeutung einer Bezeichnung nicht einig ist. Eins ist so schlimmwie das andere, und in beiden Fällen sollte man Heber bei dem stehen-bleiben, was man sicher weiß. Eine Prüfung dieses Wissens aber er-gibt dreierlei Gesichtspunkte, welche bei einer Einbandbezeichnungzu beachten sind: die Einbandform als Ergebnis der technischen Her-stellung, das verwendete Einbandmaterial und die Herkunfts- oderBestimmungsmerkmale.
Zur Einbandkunde gehört auch das ungebundene Buch. Denn eine Artvon Einband ist auch die Broschur, die provisorische Heftung undder dünne Umschlag. Wenn also auch hier von Einband die Rede ist,bibliographisch sogar ein Band vorliegt, so sollte doch die Bezeich-nung „Band", vor allem in Verbindung mit einer Materialangabe, ver-mieden werden. Ein Band im engeren, buchbinderischen Sinn ent-steht erst da, wo die buchbinderische Technik einen für lange Dauerberechneten Einband schafft. Die überstehenden Kanten, der sorgfäl-tig bearbeitete Rücken, meist auch der gerundete Rücken sind die her-
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