58
-lO^ü^Bü
Pß»"
Ich nehme mir bey dieser Gelegenheit die Er-laubniß, eine kleine Abschweifung zu machen, um überdie merkwürdige Frucht, die in Indien Tavarcareheißt, und in Europa bloß in Kabinetten gesehenwird, einige Nachrichten beyzubringen. Grewsagt 93) sie sey einen Fuß lang und die Hälfte sobreit, mit kohlschwarzer Schaale und weißem Kerne,ohne sonderlichen Geschmack. Pyrard ^ 4) vergleichtsie mit einem paar großen Melonen, die an den En-den zusammen gewachsen sind. Das Meer, setzt erhinzu, werfe sie bisweilen an den Strand der maldivi,schen Inseln aus, und alsdann müsse sie bey starkerGeldstrafe sogleich dem Könige gebracht werden. A.ClUttUp *) erzählt, daß derKönig diese Frucht höchst
sorg.
pen und pflegte nur vom Meere an die Ufer vonIndien angetrieben zu werden, wo der Aberglaubeihr einen hohen Werth beylegte. Groß? Herrenuno reiche Leute kauften sie. Nachdem die Franzosen«ber die Gruppe der Seckelle- Eilande, davon diegrößeste Mahc'heißt, wieder entdeckt hatten, famden sie auf dies.'« Inseln viele maldivische Kokosnüsse,brachten sie nach Indien, und erhielten zuerst, amsehnliche Preise dafür. Allein da sich immer meh>rere im Handel sandln, sind si, nunmehro gar nichtgeachtet. F.
93) ^luf. rc^. lociet. p. 197.
94) l., c p 163.
*) Augerius Clmiug war Vorsteher de5 Gcirtens inMontpellier, ging nach Afrika, um für die Akadelmie : eue Pflanzen zu sammlen, wurde aber geplün»dert, und zum Sklaven gemacht, und da er endlichranzionirt worden, (wenn ich nicht irre) auf 0«
Mal.
^