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[Hauptbd.] (1910)
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408
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408 A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

1299. Preposita Jutta de Osedert, dann Kellerin, 1325 als Aebtissin

bestätigt.1344. Luckard v. Valkenberg. Schmidt, Päpstl. Urkund. 1, S. 345.

Dann Pröpstin.1348. Konegundis de Sprone.1348. Agnes de Merwitz, decana.13481372. Adelheidis de Anhalt, Aebtissin.1352. Margaretha de Warin.Mit diesem Jahre breche ich ab.

Der Konvent war schon früh recht klein, schon 1249 bestand er nuraus sieben Personen, 1299 aus sechs. Cod. dipl. Anhaltinus 2, Nr. 183 u. 872.Im Codex dipl. Anhalt, zahlreiche Ministerialen, darunter dapifer,camerarius u. pincerna.

IV. Die einzelnen Geschlechter.

Die Damen der Stifter Gandersheim, Gernrode und Quedlinburgverteilen sich auf 63 Geschlechter.

Von ihnen bestehen noch die Häuser Anhalt, Braunschweig, Olden-burg, Stolberg und Waldeck, sowie das Geschlecht von Krosigk (amPetersberg bei Halle).

Grafenhäuser waren die Brehna (Kreis Bitterfeld), die Burggrafenvon Kirchberg (bei Jena), die zu den Grafen von Begenstein gehörigenGrafen von Blankenburg, zu denen auch die Falkenstein (Vögte vonQuedlinburg) gehörten; diese starben 1341, jene 1599 aus. Schraplau(südöstlich Eisleben im Mansfeldischen) hatte ursprünglich eigene Edel-herren, dann nannte sich so ein Zweig der Edlen von Querfurt und derGrafen von Mansfeld. Die Klettenberg hatten südwestlich Walkenriedihre Heimat.

Reicher sind die weserländischen Grafenfamilien vertreten: dasHaus der Woldenberg (Stammburg nordöstlich von Bockenem), das ammeisten die Stifter benutzte, die 1319 ausgestorbenen Grafen von Poppen-burg (nördlich von Elze im Hildesheimischen) und die aus ihnen hervor-gegangenen Spiegelberg (bei Hameln, 1557 erloschen), die Everstein (beiHolzminden, 1418 ausgestorben), zu ihnen rechnen auch die Holzminden(1298 nannten sich zwei Grafen von Eberstein nobiles domicelli deHoltesminne. Meier, Bau- und Kunstdenkmäler Braunschweig 4, S. 59),dann die Schwalenberger (im Lippischen, heute Waldeck), die Schaum-burger, die von Hallermund (bei Springe, 1434 ausgestorben); dannweiter nördlich die Grafen von Wunstorf, zu ihnen gehören auch dieVeltbere, Velberg (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Reg.), und dieWöltingerode (Kreis Goslar). Dem fränkischen Gebiete gehören nur dieGrafen von Ziegenhain und die von Isenburg (bei Neuwied) an.

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