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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

Verfolgen wir nun rückwärts die Namen der St. Galler Mönche!Ueher die Zeit von 1200 können wir aus den Urkunden nichts erkennen.Aus den Chronisten Conrad von Fabaria und Kuchenmeister vermögen wirnur zu erschliessen, dass der seit 1193 vorkommende Dechant Heinrich denFreiherren von S a x im Sanktgallischen Rheintale angehört'). DemselbenHause gehörte der von Conrad von Fabaria gefeierte, Ende 1204 ge-wählte Abt Ulrich von Sax an, der vorher Portner im Kloster war 2 ).Der nächste ist Rudolf von Güttingen, der seit 1208 erscheint, 1220als Propst, Dechant und Keller zum Nachfolger Ulrichs von Sax erwähltwurde 3 ). Der 1208 erscheinende Liutoldus de Oreigin gehörte einemEdelgeschlechte an, das sich nach dem Hohenkrähen im Hegau be-nannte 4 ). Seit 1221 taucht Conrad von Bussnang auf, der spätereAbt 5 ). Von dem lange Zeit (12221262) und oft vorkommenden DechantenManegold kennen wir leider das Geschlecht nicht, ebensowenig von demKüster, später Propst Burchard (1222. 12271244) und von dem PortnerGozzold (12121227). Nur ein einziges Mal werden (1228) Bertholdvon Tengen und Rüdeger von Rätershoven genannt; jener gehörteeinem recht ansehnlichen Hause an 6 ), dieser einem kaum bekannten, dochwohl edelfreien'), ebenso Konrad von Hurwen wie Gottfried und Ulrichvon Buwenburg, sie gehören in das wirtembergische Oberschwaben.Jenes Geschlecht (Hürbel, OA. Biberach) erscheint 1237 zum letzten Male,die Buwenburger bestanden länger 8 ).

J ) 1193: ÜB. 4, S. 1252. 1207: Nr. 836. 1211: Nr. 841. 1212:

4, Anh. Nr. 16. Conrad v. Fabaria S. 139 Anm. 16. Kuchimeister S. 9.

2 ) Conrad v. Fabaria S. 144.

3 ) 1208: ÜB. Nr. 837. 1211: Nr. 841. 1212: 4, Anh. Nr. 16. 1219:Nr. 847. 1217: 4, Anh. Nr. 21.

4 ) 1208: ÜB. Nr. 837, decanus 1222: Nr. 853. 1227: Nr. 860. 1228:Nr. 865. 3, Anh. Nr. 19. 1229: 4, Anh. Nr. 33- Ueber das Geschlecht vgl.Krieger a. a. O. unter Hohenkrähen: z. B. nobilis homo Cod. Salem. 1,

5. 195 zu 1228. Vir ingenuus 1192 Dümge, S. 150.

*) 1221:. Nr. 852. 1222: Nr. 853. 1226 noch sehr jung zumAbte gewählt. Conrad v. Fabaria, S. 198.

6 ) Vgl. Schulte, Eine neue Hypothese über die Heimat Hartmannsvon Aue in Zeitschr. f. deutsches Altertum, Band 41, S. 274.

') Ein Rüdegerus de R. war am Anfang des 13. Jahrhunderts Dom-herr in Konstanz, er und sein Bruder gaben ihr Gut an den Tisch derDomherren von Konstanz. Die nicht gedruckte Urkunde hat unter derlangen Zeugenreihe aucn mehrere Freiherren. Regesten der Bischöfe vonKonstanz 1, Nr. 1327.

8 ) Ueber beide vgl. v. Alberti. Wirt. ÜB. 4, S. 401.