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[Hauptbd.] (1910)
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367
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Exkurs X. Standesverhältnisse in Niedermünster.

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Bei den de Capeila haben wir es mit einem Regensburger Geschlechtzu tun, von dem ich keine Stelle gefunden habe, wo es direkt als mini-sterialisch bezeichnet wird l ).

Ebenso liegt es wohl bei den Kropf 2 ) und den Pragern, diesehr oft in Urkunden erscheinen 3 ). 1255 war Otto Prager Bürgermeistervon Regensburg 4 ). Auch die Beham dürften Bürger gewesen sein 5 ).

Mit den Kargel kommen wir endlich zu einem Geschlechte, dasursprünglich dem Kloster St. Emmeram als Ministerialen diente, sichübrigens hohen Ansehens erfreute 6 ). Sie erscheinen aber auch alsBürger').

Auf den Schluss habe ich mir die Pamilie Olafschink aufgespart.Sie erscheint selten 8 ), oben fanden wir sie als Dienstmannen vonSt. Emmeram; es war die einzige, die wir in Verbindung mit dem KlosterNiedermünster nachweisen können 9 ). Sie erwarben das NiedermünsterscheSchenken- und Forstamt, wobei manches strittig blieb. Festgesetzt aberwurde, dass ihre Kinder Ehen nur mit Angehörigen der Familia desKlosters eingehen durften das ist eine Bestimmung, die nur Sinnhatte, wenn sie bis dahin nicht Niedermünsterer Ministerialen waren underst durch diesen Vertrag zur Familia in Beziehung kamen.

Es bleiben dann noch Osterna (Mittelfranken), Pleinstein (darf manan die 1216 ausgestorbenen Grafen von Pleistein denken?), Rauheck,Schönbrunn und Jüdin.

Fassen wir die Ergebnisse zusammen: Von den 56 Nonnen scheiden7 als nicht nachweisbar aus. Von den 49 verbleibenden entfallen aufzweifellos gräfliche und freiherrliche Familien 24; zu ihnen gehören wahr-scheinlich 8, Ministerialen fehlen nicht völlig, jedoch haben wir wohl auf

*) Direkt als Bürger bezeichnet 1260: Ried 1, S. 461.

2 ) Ich finde Hartwig Kropf hinter Klafschink (siehe weiter) genanntin einer Regensburger Zeugenliste für Berchtesgaden Qu. z. b. u. d. G. 1,S. 294.

3 ) Ried 1, S. 306 zu 1213 und sehr oft. Zuerst finde ich ihn Cod.trad. Emmer. Nr. 709 (um 1190). 748.

4 ) Ried 1, S.443.

6 ) Qu. z. b. u. d. G. 1, S. 185.

6 ) Die Abhängigkeit festgestellt durch die Traditionen 583 v. 1159u. 862. Sonst sehr oft, nicht selten an erster Stelle unter den Dienst-mannen Nr. 696. 719. 732. 831. 844. 851. 867. 872.

') Cod. S. Emm. Trad. 779 um 1180.

8 ) Qu. z. b. u. d. G. 1, S. 294. Ried 1, S. 340.

») Vgl. die Urkunden bei Ried 1, S. 482 u. 571 von 1265 bezw.1280.

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