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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.
Nattae 1 ), Quinctii Crispini und Quinctilii Vari; mit demSohne des im Teutoburger Walde Besiegten endete diesesGeschlecht. Unter Claudius (41—54) verschwinden die beidenZweige der Aemilier, die Lepidi (Paulli) und Scauri, sowie dieFurii Camilli.
Mit Claudius starb auch der Männerstamm der ClaudiiNerones aus; denn der Kaiser Nero war nur der Adoptivsohndes Kaisers Claudius und gehörte den ursprünglich plebejischenDomitii Ahenobarbi an, die mit ihm ausstarben. Unter Nero(54—68) verschwinden völlig zwei altberühmte Häuser, dieFabii (Maximi) und die Valerii (Messallae), wenn nicht letzterein den Vipstani Publicolae Messallae fortlebten, die aber dochwohl eher durch Adoption dem alten Geschlechte angeschlossenwurden. Von den Corneliern verschwinden die Scipionen undwahrscheinlich auch die Lentuli 2 ).
Die Dynastie der Flavier, die als Plebejer das Kaisertumgewannen, hatte es vielleicht nur noch mit den Resten einesGeschlechtes zu tun, den Corneliern; denn die Sulpicier warenmit dem gegen Nero zum Kaiser erhobenen General P. Sul-picius Galba untergegangen. Mit dem Gegenkaiser Otho ver-band sich auch der Untergang der Nachkommenschaft desgrossen Sulla, die Cornelii Sullae. So blieben noch die Cor-nelii Dolabellae, die unter Domitian (81—96) verschwinden.Sind die Cornelii Dolabellae Metiliani und die Cornelii Cethegider späteren Zeit nicht, wie es wenig wahrscheinlich ist, direkteSprossen des Hauses der Cornelier, sind die Vipstani keineValerier, so haben wir für keines der alten Patriziergeschlechterein ausdrückliches Zeugnis dafür, dass es das 1. Jahrhundertnach Christi Geburt überdauert hat.
noch einer palatinischer Salier, Heiter hält Abstammung dieser jüngerenSchicht von den Lentuli für möglich.
') Vielleicht aber bis 83 nachweisbar.
2 ) Die Lentuli sind mehrere Zweige, von denen aber nur vielleichteiner ins 2. Jahrhundert reicht. Siehe oben S. 251 Anm. 3 über die CorneliiCethegi.