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[Hauptbd.] (1910)
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A. Schulte, Adel und deutsche Kirche im Mittelalter.

deren unserer Wohltäter haben uns solche tradieren wollen,noch haben wir selbst jemals zugestimmt, sie anzunehmen, dadurch sie uns oder unseren Nachfolgern Belästigungen ent-stehen könnten. Wenn diese nun ein Unrecht oder eine Nach-lässigkeit begehen, unterstehen sie dem Urteil des Propstesoder des Herrn Abtes. Wenn sie sich dem zu unterwerfenweigern, muss man ihre Widersetzlichkeit und Verachtungdurch die strenge Gewalt des Vogtes brechen. Wenn sie ihrePferde in unserem Dienste einbüssen infolge unserer Nach-lässigkeit, so werden ihnen von uns entweder andere Pferdegegeben oder sie sollen ihre Lehen drei Jahre ohne Diensthaben" 1 ). Berthold, der jüngere Zwiefalter Chronist, sagt dannvon dem einen der beiden Gründer: „Dieser von Gott und denMenschen geliebte Liutold übergab diesem Kloster keinenritterlichen Knecht (militem), auch mahnte er, keinen von einemanderen anzunehmen in weisem Ratschlage, ja er verbot dasfür alle kommende Zeit. Denn er sagte, diese Milites seiendie Hauptursache für den Niedergang der Klöster und derStörung des Friedens der Mönche, sie seien hauptsächlichSchuld an der Not und der Armut. Mönche, welche solcheMilites haben, entbehren immer den Frieden und die Ruhe;sie bleiben nie ohne Erregung, Streit und Händel. Obendreinteilen sie die Güter der Klöster unter sich, andere zerstörensie in den Händeln und Kämpfen durch Feuer und Schwert;und wie sollen waffenlose und unkriegerische Mönche denenWiderstand leisten, über die die eigenen Herren, und wenn sietyrannisch sind, kaum gebieten können" 2 )? Hier gelangt dieFeindschaft gegen die Ministerialität zu deutlichem Ausdruck.Doch haben diese selben Grafen von Achalm, die Zwie-falten begründeten, auch ihrerseits mit dem Prinzipe freiherr-licher Klöster gebrochen. In dem Konvente waren die vor-nehmsten Schwaben, als Mönch starb der eine Gründer Graf

') Ortlieb nach dem Druck Wfirttf; Vierteljahrshefte 1889, S. 33.2 ) M. G. SS. 10, p. 100.