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Frankreich und das linke Rheinufer
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Politische Bücherei

geleitet vonGeh. Nat Prof. Dr. Erich Marcks, Geh. NatProf. Dr. K. Schumacher, Prof. Dr. N. Smend

In dieser Sammlung ist früher erschienen:

Das belgische Vollwerk

Eine aktenmäßige Darlegung über Barriere-stellung, Neutralität u. Festungspolitik Belgiens.Mit einem Anhang ungedruckter Aktenstücke

Von

K. Kämpe

o. «Professor der Geschichte in Heidelberg

Geheftet M 4., gebunden M 6.

Dieses Buch, bei dem die Versuchung zu allzugroßer Subjektivität der Dar»stellung stark genüg gewesen wäre, ist mit erfreulicher Sachlichkeit und Nuhegeschrieben. Gerade deshalb wird es das Schicksal so vieler politischer Büchervermeiden, die eigentlich nichts weiter als gebundene Zeitungen sind und wieZeitungen nur den Bedarf des Tages decken es wird die Gegenwart mitihren nervösen Erzeugnissen rechthaberischer Polemik überdauern, iveil ihmdie Zeitlosigkeit kühler Forschung anhaftet. Der Verfasser verwendet das BeispielBelgien" für eine klare Feststellung, wie ein moderner Kleinstaat neu»tralisiert werden kann. Er weist, auf unwiderlegliches Mtenmaterial gestützt,darauf hin, daß die Neutralisierung Belgiens 1831 durch die maßgebendenvier Großmächte deshalb erfolgte, um dem französischen Eroberungsdrangeine Barriere vorzuschieben, daß die drei Ostmächte wesentlichen Einfluß aufdas Befestigungssystem Belgiens zu dieser Zeit hatten und Belgien damalsleine selbständigen Veränderungen an diesem System treffen durfte. Diespätere Entwicklung Belgiens, das größere Selbständigkeit erlangte und diemilitärische, ursprünglich gegen Westen gerichtete Verteidigungsfront gegenOsten umkehrte, bedeutete die schrittweise Verletzung ursprünglicher Verträge,Der Verfasser ist kein Annexionist. Daher konnte er, ohne Hintergedanken, dieinteressante historische Notiz bringen, daß Lord Palmerston, der damaligeenglische Premierminister, 1830 dem preußischen Gesandten den Vorschlagmachte, Belgien in den Deutschen Bund aufzunehmen. Die praktische Lösungder belgischen Frage im Frieden berührt Hampe nicht; ihm lag nur diehistorische Entwicklung der Varrierestellung Belgiens am Kerzen. Er sprichtals reiner Historiker zu uns. Aber der Politiker wird sehr viel aus demBuche lernen können." (Major F. C. Lndres In den Münchner Neuesten Nachrichten.»

Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart