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Frankreich und das linke Rheinufer
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nächst war Mazarin durch den Krieg mit Spanien, durch die Kämpfemit der vielgestaltigen Opposition der Fronde'verhindert, dann abergebot die Rücksicht auf die deutschen Fürsten, für deren Libertiitja Frankreich gekämpft zu haben vorgab, im Elsaß äußerst vor-sichtig. vorzugehen^ zumal wenn man an dem Plane festhielt,deutsche Fürsten in einem französischen Interessen dienenden Bundezusammenzufassen, wie das im Nheinbunde unter Leitung desMainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn von 1658bis 1667 gelang, oder wenn man gar den Versuch machen wollte,den jungen Ludwig XIV. auf den deutschen Kaiserthron zu bringen,wie das 1657, allerdings vergebens, versucht wurde. Dabei gehenauch lange die Versuche fort, für den König von Frankreich Sitzund Stimme am Neichstage zu erhalten.

In der elsässischen Verwaltung hatte Mazarin zunächst An»glück. Er vertraute das Amt eines Ivieutenanr. Mueral äu Koieinem Gliede des lothringischen Kerzogshauses an, dem Grase»von Karcourt; dieser beteiligte sich an den Kämpfen der Fronde,ja er trat in geheime Verhandlungen mit dem Kaiser und Spanien,er erneute das Projekt Bernhards von Weimar, nur in katholischemSinne; als Herzog des Elsaß wollte er die Oberhoheit des TeutschenNeiches anerkennen. Der Gouverneur wurde von Mazarin durcheinen demütigenden Vertrag überwunden. Die wirkliche Ver-waltung übernahm dann als Intendant ein sehr fähiger Beamter,der Bruder des großen Colbert, Charles Colbert de Croissy. DieAusdehnung der Gewalt Frankreichs im Lande wurde von dieserneuen Veamtengattung getragen, nicht von den Generalgouver-neuren; wie diese waren auch die Intendanten bis zur Revolutionausnahmslos Franzosen, und in dem höchsten Gerichtshofe desLandes saßen neben drei Elsässern sechs Franzosen. Das Landwurde in noch viel stärkerem Maße als früher von Fremden geleitet.

Wie stand es nun mit den Ständen? Die zehn Städte lasenaus § 87 ihre Neichsunmittelbarkeit heraus und versuchten alles,sie zu behaupten. So beschickten sie den Nürnberger Kongreß fürdie Ausführung des Friedens, sie erreichten, daß Frankreich seine

HlcKitecturale et 2necclotic>ue cle LcKIegtaclt (51c), t° 2 (1912), der von dengroßen Fragen nichts versteht. ^uerback, Lertr^, I.2 ?l2nce et le82»nt Nmpiie lomnin Aerinzniczue (LidüotKeczue cle I'Ncole cle« ttautes Ttuclezl»5c. 196), 1912. ^Ide,t?etit, Ooinment l'^lzace ezt clevenue ?ran5ai«e? 1915. Viäal cle I2 NlacKe, 1.2 k>ance cle I'Tst, 1917,

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