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Frankreich und das linke Rheinufer
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Die Tarstellung zweier Gelehrter muß noch besonders be-sprechen werden. Vabelon versteigt sich dazu, die Frage zu stellen:Gibt es in der Geschichte der Völker eine bewunderungswürdigereund mehr legitime Eroberung als diese, welche definitiv das Losdes Elsaß bestimmte?" Derselbe Gelehrte gibt die Abtretungs-Paragraphen 75 und 79 im Wortlaut, verschweigt aber den Para-graph 85 und übergeht alle Einschränkungen!^ Die Wahrheit hatfür ihn eine wächserne Nase. Vves Guyot, einst französischerMinister und heute Ü,eä2c5eur en cbet äu Journal äez Zcc>nc>mi8te8schreibt gar: ,,I,a Trance 8e üt con/ii'me)' 1a pc>83E88ion 6e8 tr«i8evecüe3 Verduii, "loul, ^Iet2 et. iie i'^i««ee, saut LtraLdour^."'

Die geschichtlichen Kenntnisse dieses in Frankreich hochange-sehenen Herrn beleuchten zwei andere Stellen. Er schreibt überden Erwerb der Königskrone durch Preußen:Johann Sigismundkaufte von den Nittern des Teutschen Ordens einen kleinen WinkelErde, der jenseits der Weichsel liegt und mit einem Teile den Niemenüberschreitet. Er nennt sich Preußen." Tatsächlich war der Kur-fürst der Erbe des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen in demlängst säkularisierten Ordenslande.Obwohl er nicht einen Teildes Neiches bildete, erreichte Friedrich II."richtig Friedrich III.von dem Kaiser Sigismund" der tatsächlich von 14331437Kaiser wardaß er zum Königtum erhoben wurde (1701)." ^Guyot hat aber noch eine andere Version:Gleichwohl gab (coickra)Leopold I. in seiner Eigenschaft als römischer Kaiser 1701 demKurfürsten von Brandenburg den Titel eines Königs von Preußen.""An dem Vorgange ist gerade umgekehrt charakteristisch, daß daspreußische Königtum auf das nicht zum Reiche gehörige Teil-gebiet begründet wurde, der Titel also eben nicht vom Kaiser ver-liehen werden mußte!

Ich glaube nach vorstehendem, daß Herr Vves Guyot durchausberechtigt wäre, neben den Herren Vabelon und Flach einen Platzunter den unsterblichen einzunehmen.

' A. a. O. 2, 281.

° A. a. O. 2, 280.

2 I^e5 (Kauzes et le« t^onseczuencez 6e Ia (Quelle (1915), S. 259.

< A. a. O. S: 26.

' A. a. O. S. 260.

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