Druckschrift 
3 (1923)
Entstehung
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469
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[Nr. 113.117. 15131542 Urkunden. Testament

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der Gnade Gottes richtig, gebräuchig, gesund und vermöglich an meinerVernunft und Sinnen ... in aus göttlicher Gnade verliehenen Betrach-tung . . . daß dem Menschen nach seinem zeitlichen Abgang nichts deDnallein seine guten christgläubigen Werke, die ihm als eine brennendeLucern in das himmlische Paradies zünden, nachfolgen, auch der Menschdadurch tausendfältige Freude, reiche Frucht und Wohlfahrt zu letzterErnte einschneidet und nützet, darum dann ich als eine arme tötlicheCreatur und vernünftige Geschöpf Gottes ... als ein christgläubig Gliedin Einigkeit unserer Mutter der heiligen christlichen Kirche ein Testa-ment gesetzt . . . Erstlich verpflichte ich mich in die Gemeinsami derheüigen christlichen Kirche . . . und empfehle meine arme Seele, wenn siemit der Decke meines Leibes nicht mehr bekleidet ist, Gott dem All-mächtigen, dem bittern schmerzlichen hochfruchtbaren Leiden undSterben Jesu Christi. . . dem Fürbitten der hochgelobten JungfrauMaria . . ., die Seele vor dem grausamen Gewalt und Beleidigung allerhöllischen Hunde und Gespenst gnädiglich zu bewahren und in dieFreude der ewigen Seligkeit zu beleiten. . . mit protestation, dasmich . . . gar nichts von dem wahren christlichen Glauben undvon der Mutter der hl. christlichen Kirche abwenden . . . soll. Hie-mit will ich auch meinen abgestorbenen Leib dem geweihten Erd-reich, denselben zu begraben . . . nach christlichem Brauch, wiedann die vom Esel denselben halten, nämlich mit Begräbnis, Pro-cession, Siebenten, Dreissigsten und Jahrtagen mit Messen, Almosen,Spenden, Wein, Brot, Geld . . . alles vermög meiner hiervor aufge-richteten Stiftungen.

Zum andern meiner zeitlichen Hab und Güter halb . . . setze ich meinemSohn Jacoben und seinen ehelichen Kindern von Katherina Treut-winin . . . zu einem Voraus . . . mein Haus am Eeumarkt.. . und dieZinsverschreibung der Landvogtei in Schwaben über 1000 fl, dagegensollen mein Sohn und seine Hausfrau, solange ich im Leben bin und siemit ihren Kindern bei mir in meiner Kost und Unterhaltung bleiben,jährlich für Essen, Trinken, Kalt, Warm, Feuer, Licht und alle andereUnterhaltung 40 fl bezahlen sollen. Am andern habe ich gesetzt, daßmein Sohn Gabriel das andere mein eigenes Haus, darin ich ietztmeine Behausung habe, an der Ops Gasse, nach meinem Absterbenvor andern meinen Erben in ziemlichem Kauf . . . erfolgt werden soll.Alsdann soll die gemeine Erbteilung anfangen ... zu gleichemBechte . . . also daß keinem unter ihnen minder oder mehr davongedeihen soll... Zu . . . Executoren und Seelwärtern setze ich . . .Melchior Adelgaissen und Damian Hoffstetter, Bürger zuEavensburg. Zur Belohnung.,. vermache ich jedem einen silbernenBecher, der 5 fl wert ist oder 5 fl bar. Eine Änderung dieses Testa-ments soll keine Kraft haben.

Zeugen: Johann Jäger, Priester Konstanzer Bistums, Caplans zuEavensburg, Cristan Wolpoltzhofer, Hansen Meminger, Lorentz Buoderund Veiten Wallner, alle Bürger zu Eavensburg.

Notar: Johannes Kramer von Sulgen gebürtig, Gerichtsschreiber undwohnhaft in dem Flecken Altdorft. Er siegelt auch.

Er und Alexius siegeln. Die Zeugen unterschreiben, nur Veit Wallnerist des Schreibens nicht berichtet.

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