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3 (1923)
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449
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Nr. 89. 1507 Juni. — Bericht aus Antwerpen

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der verlust mit den schiff enn, so ietz uff der costenn von Bertaniageschechenist, so die Tuschenn maist tailuff haind als die Weisserund Hoechsteter und Rechlinger [Welser 60, Höchstetter 60,Rechlinger 26]. Got der her ergetz erbaren liuten. Es ist zu glaubenunnder 21 g° nit werd gebenn dis marckt. Wass wir vernemen,schriben wir iuch mit dem erstenn alding luter. Lanng piper 36 g°,ingwer Oalicut 22 g°, ingwer Venedig 26 g°, chanell gilt 32 g°,lanng canell 40 g°, macys 10 ß, nuss 2 ß 6, grana 9 g°, laka gült3 /? 6, negell erlessenn 5 ß 2 ä\, nagell uff schaw 4 /? 6, wurmkrüt11 ß, Ort saffrann 26 ß, zima gült 28 ß, tüschgann 27 ß, mekolin25 ß, Bronickell 15 ß, ahm de Boka ist berlich hie abgeschlagenn,gillt uff dis stonnd nit mer denn 3 U 14 ß und alun fulia 3 U 4 ß,ist doch inn kurtzer zitt fast abgeschlagenn, macht das ist hie aingross süm verhanndenn unnd schlecht noch von tag zu tag ab, solldes auch noch fill komen, stat druff, das uff den alten pris wertkomen erlang a° 54 ß lo carrigo. Soellichs schriben wir denn iuchernper Nurenberg ouch clar, das sig sich dar nach wyssen zu halltenn.Alsso was sich teglich mit wirtt begebenn unnd wir vernemen, lasswir iuch stetz all die loeff luter wyssenn. Die mainong verstanndier woll.

Liebenn herenn. Vonn nüuwer mer wegenn statt es hie wild imlannd, ist sonnder regiment, die Frantzossenn, als gantz die saghuit her ist komen, das sig nit fer ligen ob 12 m° starck gar nachbig dyssem lannd Brabant. Der glich so sind der Franntzossennin das lannd vonn Gelder komen ouch big 1 m° pfert unnd dasder Frantzossen alsso All hie um sind, das zu sorghe ist, iamerunnd not drus werd. Als man sagt unnd das geschraig her komenist, so wend sig ganntz Brabant wass usserthalb den stetten istgantz verheren unnd zerstoeren. Seilichs haind sig sich vermessen.Allso ist es ain iamerliche sach. Es ist nimendt in dyssem landt,der inn wider stannd kind thonn. Die herren, die regieren, sindbesser Prantzossen dann Frantzossen selbs und gand nun mitvereterig um. Ist zu erbarmind so ain herlich land sich so schent-lichen regirt. Prow Margarita soll als huit her komen, ist inPickardia und in Henigow, Plander und Selandt gewesenlange zit, hat man ier im namen der kinder geschvoren. Wass istdann, es ist frowen ratt, wil sich nina recht schicken. Kömptunnsser h(err) R(ömischer) K(önig) nit selbs her ab, so ist sich zubesorghenn, dis land aim wiesten stos miessen lidenn. Got der herwell es versechen. Man schint hie den gemainen man in den stettenund ander, das iamer ist, und wirt als gestolen. Wirt nütz nit merussgericht, die beschwicht stelen das gelt als. Alsso erbarm essgot unnd wa es got nit bass versieht mit sinem goetlichen schirm,so ist sich als glück hie zu verwegenn. Got der her verlieh unnsssinen getlichen frid. Amen. Die Frantzossen wennd doch diegantze weit heb haben. TJnnsse h(err) E(ömischer) K(önig) der

S chulte, Qesch. d. Ravensburger Handelsges. III. 29