330 I Eigene Papiere — Handel u. Verkehr in Nürnberg, Frankfurt u. Nördlingen
[ l Junker N"offer zu sagen von seinem Häftlein: der Goldschmiedmeint, daß der safll gut anders zu schneiden wäre, dass er einHalbteil schöner wird als ietzt scheint. Wollte man den Saflrersparen, so müsste man einen an seiner Statt haben der dem palaßgleich wäre.
Sag den Herren, das auf primo Febryr an Stank hier bleibt5 St. Ort und 6 Ballen Zima. Wir verkauften zuletzt 100 U Ortzu3y 2 fl Ziel Fastnacht. Was kommt, könnte man für her ordnenund diesen per Frankfurt fördern.
Liebe Herren. Heinrich weiss Euch alle Ursache des Stankshalber mündlich zu sagen, insonder dass er sich spart, so sie denLyoner so in gelichem bisher gefunden haben.
2 Item der best kuyrnits halb den herren saga, wie esHolbervon im hautt, so das brobiertt hautt.
[Mit Werlin habe ich abgerechnet auf 19 Januar. Der hatausgegeben Zoll- und Wegegeld 1 U 3 ß hl und Fuhrlohn voneinem langen Faß (Zwylch gen Flandern) 4 fl 2 ß. So gab ichihm für seinen Jahrlohn 4 fl und Wilhalm dem Knecht 1 fl.Summa 9 fl 22 ß 2 hl. Das hab ich in sein Buch geschrieben.
Als wir bisher geschrieben, ward uns Euer Brief vom 26. Jenerfür Ulm her. Wissen nicht viel zu antworten. Über den Stanksiehe vorher. Sie sparen sich sehr und hätten alle gern Lyoner.Der ist nun aller aufgekauft, dass sie nun an den Ort müssen.Wann Euch davon gekommen ist, fördert ihn her, so erst Ihr mögt.Was Ihr von Lyon vernehmt, lasst uns bei dem ersten wissen.
Zima haben wir noch 6 Ballen, den giebt man gern um 3 fl 7 in8 ß, er spart sich aber Jedermann. Wir eilen mit dem unsern nicht.
Von schmerß wegen. Dess ist eine Notturft vorhanden undwer bar Geld hat, kauft guten Kauf. Wir haben kein Geld, wirkönnen nicht den Ergel bezahlen. Doch wir brauchen Fleiss undErnst, um des zu sammeln.
Von duch. Viele Verkäufer, die gern verkauften, gäben gernum 29 pc, damit sie das Geld anlegten. Aber sie mögen es dochnicht bekommen. Nehmt auf mich kein Geld, so mag ich destofürer des Schmers sammeln, behelft Euch eine Zeit von Mailand.
Von der Änderung des Geldes versehe ich mich nicht, dass alsbald eine Änderung darin beschehe.
Den gen Flandern haben wir ernstlich geschrieben, Fleissund Ernst für zu kehren das Gut dar affter zu senden. Es istzu glauben, es wird eine Zeit lang wild stehn, soll Euch täglichwissen lassen, wie die Dinge stehen und sich das regement begebenwerde. Die von Flandern schreiben, sie seien fast leicht imLand. Ein Ball mit „bruguschan thon" ist wohl gen Kölngekommen.]
1 Die ersten Worte von der Hand Heinrich Wyers. 2 Dieser Absatz von Wyer.
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