Druckschrift 
3 (1923)
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

Nr. 7. Ravensburg 1478 März — Nach Barcelona und Valencia 81

künden haltint mit sunder mit denna, so richtig und gewisß sind alsßdie Masipa und ander und söltint ir üch dester ainsß zimlichersßgewisß Ion benögen, da mit sy üch nyt abgestochen werdint, denmaister Buckly wirt fyl und grosß usßgen und on zwiffel al ir fer-mogen tun, wie sy ünsß usß dem sattel möchtint werften, wa syesß fer möchtint, aber söllicher zabler hat die gesellschafft garfyl über lebt und lassen fer ruschen. Wa nun ir selb wend, sicherda kört emsikait zu. Sicher Jachob, Hanß Cünrat dar lytdie kunst an dem end an üch, daz ir üch mit den lütten haltinnt,daz man gern mit üch zu schaffint hab und ist nyt gewonhayt zuValentz alß for zytten in die logyo fögen zu den lütta? So hörtund siecht ainer die löff, dan ainer kan nyt alwegertz die avisßhaben zu küffint. Ainer müsß etmin tun nach dem und eß aingestalt haut. Alsso lieben Mund, jung ald alt, yetlicher in sim stant,bruchent flisß tag und nacht mit küffen und fekoffen, daz nützfersumpt ward, alß esß licht disß jar eben zaglichen zu ist gangenmit küffen und well wir ünsß daz ünssar gern trüwa, so hab wirhübtgütz gnüg, so well wir ünssern flisß tag und nacht mit ernsthie och tun, da mit ünssar Sachen umadum mit flisß und ernst ge-handlat ward. So sind wir in hoffnug, esß soll üch und ünsß wollerschiessen, dar zu so ist esß uff disß iar not, den ir haind ain grosßgut, so lyt zu Jenow och ain grosß gut, Bück, Flandar, dazüch alsß in air körtz wärden soll mit der gotz hüff. Dar sind endlichmit ferküffen. Nun ferstand wir, esß sigint fyl nuwar buttig a uffgestanden, sölt üch ye an ferküffen und an fyl gut fertriben helffen,denn will air an bottig han, so ist im not, daz er lüg, daz gefornirtsig. Doch for alla dingen, lieben fründ, im husß och in der botighöttent üch for bössen schülda zu machint, umb daz ir fyl schaffintund ligent den schulden streng ob. Hansß C(unrat), da tenck, dupist ain jung man mit sampt Jachobo for an, der din elter ist, undpisß emsig, über hab dich nyt, dasß dir so jung so fyl anpfolchenist, halt dich umb dester schlechter mit jeder man; den Jachobund ir all, yetlich lüt maigent ye, sy wellind üch in ain bockhorrnstossen, den Jachob und Hansß C(onrat) und ir all sigint kind;lond Sachen, ob ir die kindschüch zerbrochen habint, for an duJachob. Also gaut nun die zyt dan her, daz ir dez wir hoffentfyl gütz schaffent söllind. Also sendent ünsß al catember ainferküff zedell und ain schuld zedel. Die müttergotz geb üch glück.Amen.

[Liebe Freunde in der Bottig. Von Eurem Tun haben wir in langnichts sonderes verstanden; vielleicht kommt Geldrich alle Tage.Die Eecepta von dem Gute, so Ihr gern hättet, von Flandern undNürnberg, sind schon an die Ende gesendet; so schreiben wir denvon Mailand wegen der Merzary. Felix und Ihr andern, seid„endlich" in der Bottig Tag und Nacht, haltet das Gut sauber] undstreckent die nacht dar an. Felyx, da denck und griff die ding

Schulte, Gesch. d. Ravensburger Handelsges, III. 6