Druckschrift 
5 (1773)
Entstehung
Seite
136
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136Siebentestum tempus non sit soluta pecunia, jureemptoris possideat rem justo pretio tunc aesti-mandam. Hoc enim casu videtur quodam-modo conditionalis esse venditio. Et itaDivus Severus, & Antoninus rescripserunt;so erhellet ganz klar, daß auf den Werth derWiederlöszeit müsse gesehen werden. Solcheshat auch seinen guten Grund in der Vernunftselbsten. Da nemlich der Eigenthum nicht zurZeit der geschlossenen Pfandschaft, sondernalsdann übergehet, wann die verpfändete Sa-che zu der vorbedungenen Zeit nicht eingelösetwird; so ist leichte zu ermessen, daß der Werthder Wiederlöszeit um so mehr Ziel und Maassetzen müsse, als ansonst sich zutragen könnte,daß wegen des mittlerweile gestiegenen Preisesdie verpfändete Sache zur Zeit des wahren.und eigentlichen Verkaufs geringer, dann siein der That werth ist, verkaufet, und dadurchdem Pfandgeber Schaden zugefüget würde.Welches aber nicht nur dem Gesetze, sondernauch der natürlichen Billigkeit zuwider wäre.Etenim hoc pactum admissum est, quoniamconditio rei aestimandae justo pretio, tollitvitium pacti commissorii. Et quia non sta-tim contrahitur emptió in diem non solutaepecuniae, sed ejus celebratio differtur, subista conditione, si non fuerit solutio facta,& consensus in rem certam adest, non om-nino inepte, licet non omnino proprie,diciture contracta emtio conditionalis.Bachovius de Pig. & hyp. Lib. I. Cap. 16. num. 9.zumalen