265nere mich, als ich noch in Cleve die Arznei-kunst ausübte, daß ich daselbst, zur Zeit ei-ner der bösartigsten Blatterepidemien, ohneUnterschied inoculirte welche mich nur darumersuchten. Die Zahl der zu der Zeit Ino-culirten, beläuft sich zufolge meiner Annota-tion auf die sechzig. Verschiedene der inocu-lirten waren in Häusern wo die schlimmste Blat-tern waren, sie sahen die Kranken, athmeten dieböse Pockenluft mit ein, und wurden dennochnicht kränker, als andere. Einige Kinder be-kamen währender Inoculation zwey, drey bisvier Zähne. Bey diesen bemerkte ich ausserden Convulsionen, welche vor dem Ausbruchder Blattern sich etwas heftiger zeigten, kei-nen andern bösen Zufall. Und vielleicht war dasversüßte Quecksilber, welches ich damalen nochauf den Rath von Dimsdale ohne Unterschied de-nen gab, welche ich inoculirte, an den Be-wegungen zum Zahnen mit Schuld; wenig-stens
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Brief über die Würkung des Blattereiters bey der Inoculation
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65
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