Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
111
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Ein Gedicht.111zum Gedaͤchtniß verflossener Thaten errichten. BeyCronas moosigtem Lauf' zerstreute Fingal seineFeinde: er rollte die Fremden, wie tobende Mee-re hinweg. Wir kamen zur Stelle des Ruhms:Finsterniß stieg' von den Bergen herab. Ich rißeine Eiche von ihrem Hügel, und hob' eine Flammin die Höh'. Ich bat' meine Väter, aus denWolken ihrer Halle herunter zu blicken; denn sieerglänzten im Wind', beym Ruhme ihres Ge-schlechts.Ich griff einen Stein aus dem Strommitten im Liede der Barden. An seinem Sumpfhieng geronnen das Blut der Feinde von Fingal.Ich stellte drey Buckeln der feindlichen Schildedarunten, wie Ullins Nachtlied stieg oder fiel.Toscar legte einen Dolch in den Boden, einenPanzer von erschallendem Stahl. Wir hobenGrund um den Stein, und hiessen ihn bey derNachwelt ſprechen.Sumpfigte Tochter der Ströme, die duitzt in der Höh' bist errichtet; sprich zu denSchwachen, o Stein! nachdem das Geschlechtvon Selma vergangen! Der Wanderer wird andeiner Seite gestreckt, vor der stürmischen Nachtsich beschirmen: dein pfeiffendes Moos wird sau-sen in seinen Träumen; verflossene Jahren wer-den zurückkehren. Vor ihm steigen die Schlach-ten. Zum Kriege steigen blauschildigte Gebieterherab: vom Himmel schaut der dämmernde Mondauf das störrische Feld. Er wird mit dem Mor-gen von den Träumen sich reissen, und die Grä-