Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
47
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ein Dramatisches Gedicht.liegt das Mädchen beym Felsen! Comala isttødt!Singal.Ist Sarnos Tochter verblichen; das weiß-busigte Mädchen meiner Liebe? Komm mir, Co-mala, an meinen Heyden entgegen, wenn icheinsam bey den Strömen meiner Hügeln michſetze!Hidallan.Ist die Stimme der Jägerin von Ardvenverskummt? Warum hab ich die Seele des Mädchenverstört? Wenn soll ich dich mit Freude, in derJagd der dunkelbraunen Hirsche, erblicken?Fingal.Jüngling der düstern Stirn! nicht mehrsollst du das Mahl in meinen Hallen geniessen.Du sollst meine Jagd nicht verfolgen, durch deinSchwert (*) sollen meine Feinde nicht fallen.Führ' mich zum Ort' ihrer Ruh', daß ich ihreSchönheit betrachte. Sie liegt erblaßt bey demFelsen; die kalten Winde erheben ihre Locken.Die Senn' ihres Bogens schwirrt in dem Hauche,in ihrem Fall' zerbrach sich ihr Pfeil. Erhebtdas Lob der Tochter von Sarno! Gebt ihrenNamen zu den Winden des Himmels!Barden.(*) Die Folge der Geschichte Zidallans wird in denGedichte (der Krieg mit dem Caros) eingeführt.