Druckschrift 
1 (1775)
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

ein Dramatisches Gedicht.vor unsern Waffen, längs den Feldern seinesStolzes. Er sinkt weit in der Ferne, wie einLuftbild, welches einen Geist der Schatten ein-schließt; wenn es die Winde über die Heyde ver-treiben, und die düstern Wälder herumleuchten.Ich vernahm' eine Stimme, oder war es derWind meiner Hügel? Ist es die Jägerin vonArdven, Sarnos weißhändigte Tochter? Schauvon deinen Felsen, meine Liebste, herab; laß michdie Stimme Comalas vernehmen!Comala.O lieblicher Sohn des Tods, nimm michzur Höhle deiner Ruhe!Singal.Komm' zu der Höhle meiner Ruh'. DerSturm ist vorbey, die Sonne glänzt wieder anunsern Feldern. Jägerin des schallenden Ardven,komm zu der Höhle meiner Ruh'!Comala.Er kehrt mit seinem Ruhme zurück! Ichfühle die Rechte seiner Kriege! Aber ich mußhinter dem Felsen ausruh'n, bis meine Seelevon der Furcht sich erholt! O laß die Harfe sichnah'n! ertönet die Lieder, ihr Töchter von Morni!Dersa-mala einen von ihnen, wegen dem Ausgange desKriegs mit Caracul um Rath fragte.