Inhalt.②GDies Gedicht ist schätzbar, weil es viel Licht auf das2Alterthum der Werke Ossians wirft. Der hier ge-meldte Caracul ist der nehmliche mit Caracalla demSohne von Severus, der im Jahre 211, einen Zug ge-gen die Caledonier führte. Die Verschiedenheit des Sil-ben=Maaßes zeigt, daß dieses Gedicht ursprünglich in Mu-sik gesetzt, und vielleicht den Führern bey feyerlichen Ge-legenheiten vorgestellt worden. Die Tradition hat uns dieGeschichte vollkommner behändigt, als sie in dem Gedichtesich findet. “ Comala, die Tochter von Sarno, dem Kö-nige von Inistore, oder den Orkadischen Inseln, verlieb-te sich in Fingal, den Sohn von Comhal bey einemMahle, zu welchem ihr Vater ihn, auf seiner Rückkehrvon Lochlin, nach Agandeccas Tod', eingeladen hatte.(Fing. B. 3.] Ihre Neigung war so heftig, daß sie ge-kleidet, wie ein Jüngling, der in seinen Kriegen Dienstenehmen wollte, ihm folgte. Sie wurde bald durch Zidal-lan, Lamors Sohn, einen der Helden von Fingal, des-sen Liebe sie vomahls verachtet hatte, entdeckt. Ihre ro-manhafte Liebe, und ihre Schönheit, empfohlen sie demKönig' so sehr, daß er sich entschloß, sie zu heyrathen.Indessen ward ihm Caraculs Einsall gemeldt. Er rücktevoran
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