23zweyter Gesang.weißer, als die Pflaume von Cana; (*) giengsie am seegeschlagenen Ufer, übertraf er denSchaum des rollenden Meers. Ihre Augen warenzwey Sterne des Lichts. Ihr Antlitz der Bogen desHimmels im Regen. Jenes umflossen ihre dunklenLocken wie strömigte Wolken. Weishändigte Stri-na-Dona, du warst die Bewohnerin der Seelen!Colgorm kam' in seinem Schiff', undCorcul=Suran, König der Muscheln. Von I-Thorno kamen die Brüder, den Sonnenstrahl deswilden Tormoth zu werben. Sie sah' sie inihrem schallenden Stahl'. Dem blauangigten Col-gorm war ihre Seele geneigt. Ul=Lochlins (vonnächtliches Aug drang' hinein, und erblickte dieBewegung der Arme Strina=Donas.IhreZornig ergrimmten die Brüder.flammenden Augen trafen sich schweigend. Siewandten sich weg. Sie schlugen auf ihre Schilde.An(*) Cana ist eine Gattung Gras, welches häufig in densumpfigten Heiden des Nordes wächst. Sein Sten-gel ist schilsartig, und traget häufige Pflaumen, dieder Baumwolle sehr ähnlich sind. Sie ist ausseror-dentlich weis, und dient den Barden folglich öftersin ihren Gleichnissen, wegen der Schönheit derMädchen.(**) Ul=Lochlin, der Führer nach Lochlin; der Nameeines Sterns.
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