Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
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228
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228 Die Schlacht von Lora. Saufte Stimme von Cona!" versetzteder König, "sag' ihm, er geust vergebens seinMahl. Laß Fingal all seine Beut' um mich streun.Laß ihn sich beugen unter meiner Macht. Laßihn das Schwert seiner Väter, die Schilde derVorwelt abtreten; daß sie meine Kinder an mei-nen Mayern betrachten, und sagen, "dies sindFingals Waffen."Nie wird man sie in deinen Hallenbeschauen! sagte des Mädchens steigender Stolz.Sie sind in den Rechten von Helden, die nie imKriege gewichen. König des erschallenden Sora!an unsern Hügeln sammlet sich der Sturm. Ahntdir nicht der Fall deines Volks, du Sohn desentfernten Lands?Sie kam zu Selmas ſchweigenden Hallen.Ihre niedergeschlagenen Augen erblickte der König,er entfuhr' seiner Stelle, in seinem Vermögen.Er schüttelte seine veralteten Locken. Er griffTrenmors rasseluden Panzer; den dunkelbraunenSchild seiner Väter. Schatten erfüllten die Hallevon Selma, da er zur Lanze seine Rechte hin-streckte: es uahten sich Geister zu Tausend, siesahn des Volkes Niederlag, vor. Im Antlitz' derveralteten Helden hob' sich schreckbare Freude.Sie stärzten sich den Feinden entgegen. Sie ge-dachten der Thaten verflossener Jahre, und desRuhms, der nach dem Tod' sich erhebt!Itzt erschienen bey Trathals verfallenemGrab' die Hunde der Jagd. Die Ankunft derjüngern Helden, war Zingal bekannt. Er hieltsich