171Ein Gedicht.der schönlockigte Gaul, "sonst mögte der Feindmit Lächeln sagen, "seht, die Krieger der Nacht.Sie sind, wie Geister, schrecklich in Schatten,sie schmelzen vor dem Strahle des Aufgangs.Osslan nimm den Schild von Gormar, derunter deinem Speere erlag'. Die alten Heldenwerden frolocken, beym Anblick der Thaten ih-rer Söhne.Dies waren unsere Worte an der Ebne,als Sulmath (*) zum fürstlichen Lathmongekommen; Sulmath, Duthas Gebieter, beyDuvrannas (**) dunkelwaͤlzendem Strom?warum stürzt du nicht voran, Erzeugter vonNuath, mit Tausenden deiner Versuchten? warumsteigst du nicht mit deinem Heere herab, eh' dieKrieger entfliehn? ihre blauen Waffen strahlenzum steigenden Lichte, sie schreiten vor uns ander Heyde!„Sohn der kraftlosen Hand," sagte Lath-mon1) Suil=mhath, ein Mann mit scharfem Gesichte.(**) Duth=bhranna, düstrer Bergstrom, ein Fluß inSchottland, der bey Banff in das Meer fällt, behältnoch den Namen Dupran, wenn dieser jener ist,wovon hier Meldung geschicht, muß Lathmon einFürst der Brittischen Nation, oder jener Caledonier,die die östliche Küste Schottlands bewohnten, gewe-sen seyn.
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