Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
105
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105Viertes Buch.du meine Lieder vernommen; oft die Thränender Schönheit verliehen. Kommst du zu denKriegen deines Volks? Toscars Thaten zu hö-ren? wenn soll ich zu trauern aufhören bey Conaserschallenden Strömen. Meine Jahre giengenin Schlachten vorbey. Mein Alter ist mit Jam-mer verfinstert! O Tochter mit schneeweissen Händen!ich war nicht so traurig und blind. Ich warnicht so dunkel und verlassen, da Evirallin michliebte! Evirallin mit schwarzbraunen Locken,Brannos weißbasigte Tochter, tausend Heldenwarben das Mädchen, sie verwarf der TausendenLiebe. Sie sah' mit Verachtung die Söhne desSchwerts: denn zierlich in ihren Augen warOssian! Ich gieng' das Mädchen zu werben, zuLegos dunkeln Fluthen. Mir folgten zwölf mei-nes Volks, die Söhne des strömigten Morven!Wir kamen zum Branno, dem Freunde derFremden! zum Branno mit schallender Rüstung:Woher, rief' er, sind diese stählernen Waf-fen? nicht leicht ist das Mädchen zu gewinnen,das Erins blauaugigte Söhne verwarf! aber HeildirG 5Nacht von Eröfnung des Gedichts beginnt. DiesesBuch wird, wie viele andere von Ossians Werken,der schönen Malvina, Tochter von Toscar zugewid-met. Sie scheint in Oscar verliebt gewesen zu seyn,und nach dem Tode des Sohns die Gesellschaft desVaters gesucht zu haben.