Drittes Buch.83erglänzt, und blaue Seen in Thälern ruhn. OCarril heb' noch einmahl deine Stimme; laßmich das Lied von Selma vernehmen; welchesman in meinen freudigen Hallen gesungen, wennsich dort Fingal, König der Schilde befandund bey den Thaten seiner Väter entbrannte.Fingal! du Bewohner der Schlacht,sagte Carril, "frühzeitig waren deine Thaten inWaffen. In deinem Zorn' ward Lochlin verzehrt,da deine Jugend mit der Schönheit der Mädchengestritten. Sie lächelten zu dem schönblühendenAntlitz' des Helden; aber Tod saß in seinen Hän-den. Er war stark wie Ströme von Lora, seinGefolg das Brüllen von tausend Gewässer. Siefiengen Lochlins Gebieter im Krieg'; sie gabenihn seinen Schiffen zurück. Mit Stolz' schwollsein hochmüthiges Herz; seine Seele ward finstermit dem Tode des Jünglings. Denn keiner, alsFingal überwand je die Kraft des mächtigenStarno. (*) Er saß in der Halle seiner Mu-scheln, in Lochlins waldigtem Lande. Er rieden graulockigten Snivan, der oft um LodasKreise (**) gesungen; da der Stein des Vermö-gensF 2(*) Starno war Swarans und Agandeccas Vater.Sein trotziger und grausamer Charakter ist in andernGedichten der Zeiten stark bezeichnet.1) Diese Stelle spielt sicher auf die Religion von Loch-lin an, und der hier gemeldete Stein des Vermögen-ist die Bildung einer der Scandinavischen Gottheiten.
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