Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
50
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Fingal.50Felsen der heulenden Winde! neig' über die Wel-len dein zierliches Haupt, du, dem an Liebreitzder Geist der Hügeln weicht; wenn er in einemSonnenstrahl, des Mittags über MorvensSchweigen hingleitet. Er ist gefallen! der Jüng-ling erliegt, bleich unter der Klinge Cuthullins!nicht mehr wird der Muth deinen Liebsten erhe-ben, dem Blut' der Gebieter zu gleichen. OMädchen Inistores, Trenar, der zierliche Tre-nar ist todt. In seiner Heymat heulen seinegrauen Doggen; sie sehn seinen gleitenden Geist.In seiner Halle ist sein Bogen ungespannt. Manhört auf dem Hügel seiner Hirsche keinen Schall!Wie tausend Wogen zu den Felsen sichwälzen, so wälzte sich Swarans Kriegsheervoran. Wie ein Fels tausend Wogen begegnet,so begegnete Erin den Speeren von Swaran.Der Tod hebt all seine Stimmen umher, undmengt sie mit dem Klange der Schilde. Jegli-cher Held ist eine Säule von Schatten; dasSchwert ein Feuerstrahl in seiner Hand. DasFeld erschallt von Flügel zu Flügel; wie hundertHämmer, die auf dem rothen Sohne der Schmie-de sich wechselweis heben. Wer sind jene aufLenas Heyde, so düster und dunkel? wer sindjene, wie zwo Wolken, ihre Schwerter sind wieBlitzeten ihres Lebens aufhielten, giengen. Man wähnteauch, daß die Hunde und Pferde die Geister der Ver-blichenen sähen.