Druckschrift 
2 (1775)
Entstehung
Seite
42
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42Fingal.Felsen allein? der Strom murmelt voran. ImWinde ächzt der veraltete Baum. Der See istunruhig vor dir; dunkel die Wolken des Himmels!aber du bist Schnee auf der Heyde. Dein Haarist der Nebel von Cromla; wenn er auf demHügel sich kräuselt; wenn er im Strahle des We-stes erglänzt. Zween glatten Felsen gleicht deinBusen, die man von Brannos Strömen erblickt.Deine Arme sind wie zwo weissen Säulen inden Hallen des mächtigen Fingal.„Woher kommst du,“ erwiederte dasschönlockigte Mädchen, "woher Duchomar, dudüsterster der Menschen? deine Angbrannen sinddunkel und schreckbar! roth deine rollenden Augen!erscheint Swaran am Meer'? was weißt duvom Feinde Duchomar? O Morna ich kehrvom Hügel zurück? vom Hügel der dunkelbraunenHirsche. Drey hab ich mit meinem eibenen Bo-gen gefällt. Drey mit meinen schnellen Hundender Jagd. Reitzende Tochter von Cormac, dichlieb ich, wie meine Seel! dir hab ich einen statt-lichen Hirschen erlegt. Hoch war sein astigtesHaupt; und schnell seine Füße des Winds."Duchomar!" erwiederte ruhig das Mädchen,ich lieb' dich nicht, du düsterer Mann! hartist dein felsigtes Herz, finster deine schreckbareStirn. Aber Cathba, (*) Tormans jungerErzeugter, du bist die Liebe von Morna. Dubiſt(*) Torman, Donner. Dies ist der wahre Ursprungdes Jupiters Ceramis der Alten.