11Ein GedichtIhr, die ihr das Licht noch erblickt, legtmich bey einem der Felsen meiner Hügel! laßmich dicke Nusbäume umgeben, nicht ferne seydie brausende Eiche. Grün sey der Ort meinerRuhe; laß mich den Schall des entfernten Bergtstroms vernehmen. O Tochter von Toscar,greiffe die Harfe, und töne Selmas lieblichesLied; daß der Schlaf meine Seele, in der Mittemeiner Freude, erhasche; daß die Träume mei-ner Jugend, und die Tage des mächtigen Fin-gal rückkehren. Selma! ich seh' deine Thürne,deine Bäume, deine beschattete Mauer! h sehdie Helden von Morven; ich höre die Lieder derBarden! Oscar hebt das Schwert von Cormalo;tausend Jünglinge bewundern seine zierlichenRiemen. Sie sehn mit Wunder meinen Sohn:Sie bewundern die Kraft seines Arms. Sie be-merken die Freude der Augen seines Vaters. Sieverlangen gleichen Ruhm zu erhalten. Und ihrSöhne des strömigten Morven, ihr werdet eurenRuhm auch erhalten! meine Seele ist oft mitLiedern erheitert; ich gedenke der Freunden mei-ner Jugend. Aber Schlaf sinkt nieder in dieTöne der Harfe! reitzende Träume beginnen zusteigen! bleibt in der Ferne, ihr Söhne der Jagd,verstöhret nicht meine Ruhe. Der Barde verflos-sener Zeiten, hält Unterredung mit seinen Vätern,den Führern der Tage der Vorwelt! bleibt in derFerne! ihr Söhne der Jagd, stöhret nicht Os-ſians Träume.
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