/
"^f"
^
94
„Die Mir und der Kaiserin und Königin Meiner„Gemahlin wahrend Unseres diesmaligen Aufenthalts in„der Uns durch langjährige unmittelbare Beziehungen be-sonders nahestehenden Rheinproviuz aus allen Kreisen der„Bevölkerung so überaus zahlreich entgegengebrachten Be-„weise von unveränderter treuer Ergebenheit und Anhäng-lichkeit haben Uns zu großer Freude und lebhafter Be-friedigung gereicht, wie auch der Uns allerorts zu Theil„gewordene herzliche Empfang Uns auf's Angenehmste be-rührt hat. Wenn Mich alles dieses schon zu aufrichtigem„Danke bewegt, so fühle Ich Mich noch umsomehr zu„einem solchen veranlaßt, nachdem Ich eben Zeuge gewesen„bin von der erhebenden Feier der Enthüllung, des dem„leider zu früh verstorbenen commandirendcn General des„8. Armeecorps, General der Infanterie von Gocben, als„dem ruhmreichen Führer ihrer Söhne während des letzten„Feldzugs, durch die Bewohner dieser schönen Provinz„gewidmeten Denkmals. Es ist Ä?»r daher beim Scheiden„von hier ein wahres Herzcnsbedürfniß, auch für diesen„Beweis von Patriotismus, durch welchen zugleich den„Rheinlanden selbst ein ehrendes Monument errichtet„worden ist. Meinem warmen und tiefgefühlten Danke„hierdurch Ausdruck zu geben.
„Indem Ich Sie beauftrage, dies öffentlich bekannt„zu machen, ersuche Ich Sie gleichzeitig, den bethciligten„Kreisen und Ortschaften Meine Anerkennung über die fast„überall zu Tage getretene gute und entgegenkommende„Aufnahme der Truppen in den Quartieren kundzugeben.
Coblenz, den 26. September 1884.
gez. Wilhelm.An den Oberpräsidenten der Rheinprovinz."
„Es gereicht mir zu großer Freude, den vorstehenden„Allerhöchsten Erlaß Sr. Majestät des Kaisers und Königs„zur öffentlichen Kenntniß bringen zu können.
Der Obcrpräsident der Rhcinprouinz,Wirkliche Geheime Rath von Bardeleben."
>