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Der Kaiser am Rhein : ein Festbericht über die Kaisertage 1884
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an begann das Einrücken der Truppen in die Paradeaufstellung.Bereits vor dem Einrücken der Truppen strömten zu Pferd,zu Wagen und zu Fuß die Schaulustigen herbei. Fühlte mandoch allenthalben, daß der heutige Tag für unsere rheinischeGegend nicht nur den Truppen, sondern Jedermann ein be-sonderer sei. Da man gehört hatte, wie rüstig und wohl KaiserWilhelm bei Wcvclinghovcn zu Pferde den Truppenübungenbeigewohnt hatte, schlug jedes Patriotenhcrz höher und dieNachricht:Kaiser Wilhelm kommt sicher zur Parade nachEuskirchen" bestimmte noch im letzten Augenblick Viele, sichdorthin zu begeben, den greisen Herrscher noch einmal zu sehen.Um 10 Uhr verkündete der laute Jubel und das Hochrufendes Volkes am östlichen Eingänge des Paradeplatzcs, daß derKaiser mit seinem Gefolge sich nähere. Derselbe war vonBrühl bis Dcrkum mit der Bahn, von da über Lommcrsumhinaus mit dem Wagen gefahren und stieg kurz vor dem Pa-radefelde mit den übrigen Herrschaften zu Pferde. Ihm folgtedie Kronprinzessin in Husarcnuuiform ebenfalls zu Pferde, derKronprinz, Prinz Wilhelm, Prinz Heinrich, Prinz FriedrichCarl und alle die übrigen, bereits mehrfach angeführten hohenund höchsten Herrschaften, sowie auch die fremdhcrrlichen Offi-ziere. Die Kaiserin fuhr in einem sechsspännigen mit Rappenbespannten Wagen. Als der Kaiser sich dem rechten Flügelder Aufstellung näherte, befahl der commandirende GeneralFreiherr von Los das Präsentiren für das ganze Armeecorps.Ein dreimaliges Hurrah aus zwanzigtauscnd Kehlen tönte demKriegsherrn als Willkommen entgegen, während die Musikcorpsdie Nationalhymne spielten. Das Gewehr wurde wieder ge-schultert und von jedem einzelnen Truppcntheilc beim Heran-nahen des Kaisers in derselben Weise noch einmal präscntirt.Se. Majestät, der zunächst die Front der Infanterie herunterritt, wünschte den Regimentern der Reihe nach einenGutenMorgen", der von den Offizieren erwidert wurde. Daszweite Treffen, in welchem die Kavallerie, Artillerie und derTrain standen, ritt der Kaiser vom linken Flügel aus ab undbegab sich dann auf einen Platz gegenüber der Zuschauertribüne,um die Parade abzunehmen. Unterdessen war es 10'/^ Uhrgeworden und das erste Treffen hatte sich zum Vorbeimarschformirt, der nun ohne Zögern begann. Was soll ich sagenüber den Parademarsch selbst? Das Gefühl, was Jeden beseelte.

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