bereitungcn dort wie in der Stadt auf's Eifrigste betrieben.Seitens der Stadt wurde ein Fest-Comits gewählt, welchesdie nothwendigen Arrangements traf. An den ReichskanzlerFürsten Bismarck war ebenfalls eine Einladung ergangen,der in einem eigenhändigen Schreiben feine Freude äußerte,noch einmal in seinem Leben an den Rhein zu kommen, sprachdas grüßte Interesse an den Festlichkeiten aus und schloßsein Schreiben mit der Hoffnung, daß diesmal nicht, wie fo oft,der Gesundheitszustand ihm das Vergnügen verderben werden.
Der Tag, an welchem das hohe Kaiscrpaar der Düssel-stadt die Ehre des Besuchs schenken werde, war Anfangs nochunbestimmt, das Programm der Kaiscrrcise wurde mehrmalsgeändert mit Rücksicht auf die in jenen Tagen stattgcfundeneZusammenkunft der Herrscher von Deutschland, Oesterreichund Nußland.
Die Truppenbewegungen zu den Manövern begannenschon Anfangs September: Düsseldorf erhielt mehrmals Ein-auartirung, und waren dies vorzugsweise die 11. Husaren, das7. Artillerie-Regiment, die wcstfäl. Kürassiere, die InfanterieRegimenter Nr. 57, 56, 13, 15, 131 :c.
Die Briglldcübungcn fanden Anfangs September teil-weise in der Gegend von Wülfrath statt, wo ein Ostdctache-ment einem Wcstdctachemcnt gegenüber stand und sich derKampf am 5. September darum drehte, wem das occupircndeTerrain zu überlassen sei.
Das Terrain schien durch seine besonders tiefen Thäler,kleinen Wäldchen und zahlreichen Gehöfte ganz besonders zurDefensive geeignet. In der Annahme, daß hier der Feindsich festgesetzt habe, hatte das Ostdetachcmeut sich diesmalnicht getäuscht. Letzteres versammelte sein Gros nordöstlichvon Mcttmann an der Chaussee und schickte pünktlich 9 Uhrseine Avantgarde vor. Dieselbe ging geradcnwegs, gefolgtvon dem Gros, auf die feindliche Position durch das Thalder Hammermühle mit der Richtung auf die Wilhelmshöhezu. Letztere bildet, uumittclbar bei Hasset gelegen, den höchstenPunkt (und aus diesem Grunde vielleicht hat die GemeindeMcttmann deu aus ihrer Mitte in den letzten Feldzügen ge-fallenen Kriegern hier ein weithin sichtbares Denkmal gesetzt,denn sonst würde man sich die große Entfernung dieses Er-innerungszeichen von der Stadt selbst, und außerdem seine
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