fühlet. Es war das heilige Bein, was manfühlte, und das man nach einer weiterenUntersuchung bald erkannte. Die Hebammehatte sich hieran besonders betrogen. In-dessen war keine besondere erhabene Hervor-ragung dieſes Beins, das die Ebenlinie derHüftbeine überschritten hätte, hieran dieSchuld, sondern seine zu nahe Lage an denSchaambeinen, und seine von Natur be-trächtliche Neigung nach vornen zu. DerMuttermund war sehr erhaben, weich ge-nug, und offen. Nur dessen obere Lesze warein wenig aufgeschwollen. Der Kopf desKindes war viel auf die Schaambeine ge-stützt, und nach der Richtung der Pfeilnathzu urtheilen war das Gesicht nach der rech-ten Seite hinterwärts gekehret; an demsel-ben war eine kleine Geschwulst.Nachdem ich diesen Zustand genau un-terſuchet hatte, und einſah, daß ſich großeBeschwehrlichkeiten vorfinden wurden, dieseGeburt zu Ende zu bringen, ließ ich denCorrepetenten meiner Vorlesungen über dieHebammenlehre, und einen in eben dieserKunst erfahrnen und verständigen Regiments-Feldscheerer ruffen, ehe ich das geringste un-ternahm. Ich machte beiden meine Mey-nung
Druckschrift
Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten