Vorbericht.Aber wenn solche denen Liebhabern der Kunstund wahren Menschenfreunden schon Bewunde-rung zuziehen mußte, um wie vielmehr sollte sienicht die Hofnung der Kunstverständigen beleben,und in ihnen das Verlangen rege machen, gleicheEhre und Ruhm durch die Ausübung zu erhalten?Ich wurde zeitlich genug davon benachrichti-get; aber eingenommen von der Lehre der Kunst,zweifelte ich, und ich förchtete mich vor der glück-lichen Ausführung; sie fiele indeßen so aus, daßsie nun keinem Zweiffel mehr unterworffen ist, undich wartete mit Ungedult auf die umständliche Be-schreibung derselben.Ich gestehe, daß mich der glückliche Erfolgmehr rührte, als die Lehre; dann, obschon icheinsah, daß die Operation von diesem geschicktenGeburtshelfer nicht in einem Fall war unternom-men worden, in welchem der Kayserschnitt vornöthig erachtet wurde, und man deswegen nichtnach der Strenge sagen konnte, sie hätten in die-sem Fall der letzten müßen vorgezogen werden,so nahm ich doch wahr, wie die Erfahrung be-lehrte, daß dieser so sehr geschenete Durchschnittweder unheilbar noch so gefährlich ist, wenn auchdie Entfernung der Schaambeinen so groß gewe-sen, daß man sie beynahe nicht glauben kann,und welche doch weit andere Unordnungen ver-muthen laßen dörfte, welche uns die Lehre fürnachtheilig vorstellen sollte.Auch sah ich, daß dieser einzige Fall unsbewieß, daß man diese Operation allezeit vor demKayserschnitt unternehmen könnte, wenn es umdasA 5
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Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der Schaambeinen
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