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5. Chirurgischer Theil C (1884) Kasuistik der im Kriege gegen Frankreich 1870/71 nach Verwundung durch Kriegswaffen auf Verbandplätzen oder in Lazarethen der Deutschen Heere ausgeführten grösseren Operationen : in tabellarischer Anordnung
Entstehung
Seite
533
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Band f

Bemerkung,,,

' Beim Gehenals Stütz.seitliehe BitStützpunkt autallplatte unterluhsohle.11. 75:les linken Beinskes Fussgelenkeif. Beugungig unmerklich:egung schmerzstark hinkend,löchstens eineinde.

Verkürzung' des linken

Ankylose des

8. Dez. 1875:74 Abstossung

Knochenstüekiirzung 4,5 cm.knöcherne Ge-ng. Beweglichnur passiv.

Stütze 1 Sti

Band V.

F. Resektion des Fussgelenks.

533

Lazarethu. s. w.,woselbst

dieOperation

vor-genommen

ist

Truppentheil

und

Name

des

Verwundeten

Art und Datum

der

Verwundung

Indikation

für dieOperation

Art, Körperstelle,

Tag der

Operation,

Operateur

Methode

und

Bemerkungen

zur

Operation,

Behandlung

Verlauf

34 Offizier-lazareth

inPont

a Mousson.

2. Schles.

Gren. Regt.

No. 11,

2. Bat.,

Vizefeldwebel

Rottkay.

Schnitt.

; wunden bii. auf eine kleine

- Fistel geheilt.les link. Beine,ftreten wegenmmögl. Gellenn. Pes varos-5. Febr. 1875:Irysipelas mgehend. Ver-sa. Gelenkvet-mentös. Varus-aktive Beweg-t, passive notiss ganz un-

Gehenihnürstiefel miten Schienen.

Unterschenkel2,6 cm ver-

- kürzt. Fuss-

Klumpfuss-arben schmerz-unbrauchbar.

15. 12. 74'Störende

Klumpfuss--Stellung. Dieinde brach wie-und entleertelester mit übel-üter. DabeiSchmerzhaft>. 5. 72 wurdejnissenhause a,t günstigem Et-eren Drittel des;ls wegen üjit des Po*«putirt.

35 i Baracken-lazarethHalle a. S.(auf d. Saline).

12. Feld-lazarett

V. Armee-korps,

Versailles.

37 Privathaus,Saarbrücken.

LazarethSaarbrücken.

7. Sachs.Inf. Regt.No. 106,4. Komp.,Schanz.

Schuss ins das rechte

Fussgelenk.Eingang vordere Seitedes Gelenkes, Aus-gang durch dieAchillessehne. DieKnochen ausgedehntzerschmettert16. 8. 70,Gorze.

Resektion Kurzer Längsschnitt

des rechten Fuss- an der äusseren Seite,gelenks, nachdem : ein innerer von derPat. 3 Wochen mit Schussöffnung zuersteinem gefensterten ' leicht bogenförmig,Gypsverband gelegen dann längs d. innerenhatte, ITibiaseite verlaufen-

ungefähr 28. 8. 70, der Schnitt. Die zer-Prof. Hueter. .splitterte Tibia sub-periostal 9 cm weit

-------------------------------resezirt. Von der

Fibula 5 cm entfernt. Die Talusrolle in

Form einer flachen Scheibe abgetragen.

Gefensterter Gypsverband.

Ausgang,Tag desAbganges,Todesartu. s. w.

Bemerkungen

Gewehrschussins rechte Fussgelenk.Kinschuss dicht nach

aussen von derAchillessehne. Vorne,über der Mitte desFussgelenks das Ge-schoss angeblich mitKugelbohrer auf demVerbandplatz heraus-genommen.18. 8. 70,St. Privat.

Königs-

Gren. Regt.

(2. West-

preuss.)

No. 7,

1. Komp.,

Scholz.

5. Brandenb.

Inf. Regt.

No. 48,

11. Komp.,

Seh uck er t.

Hohenzoll.

Füs. Regt.No. 40,

12. Komp.,Schuh-macher.

Resektion des Zwei seitliche Längsrechten Fussgelenks schnitte,

18. 10. 70,PrivatdozentDr. Jahn.

Im Febr. Ervsipelas.

Anfangs Mai Bade-kur in Teplitz, woPatient zuerst mit

Krücken, später mit2 Stöcken ging.

Ausser d. Ervsipelasund einer kleinen

Abszedirung Verlaufohne Störung,

Eitersenkung in derGegend des Mall.

Gypsverband mit tibial. antic. eröffnetSuspension. I Anfang Januar 71Derselbe nach acht im Gypsverband ersteTagen entfernt und Gehversuche

erneuert bis zum I mit Krücken.Januar 71. Ende Februar ohne

Dann zweiklappiger Krücken mit

Schuss ins linke Andauernde

Fussgelenk. Eingang und bedeutende6 cm über dem untern schöpfende EiterungEnde der Fibula, die im Fussgelenk und

Resektion des

linken Fus'sgelenks

12. 11. 70.

Geheilt. VollkommeneAnkylose bei

------------------beträchtlicher

Verkürzung. 8. 2. 75:Rechter Unterschenkel 3 cm

verkürzt. Rechter Fussschmaler als der linke. Ge-lenk ankylotisch. Stellungdes Fusses zum Unterschenkel

rechtwinklig. Pat. kann

mit Stock und Schnürstiefel

mit Schienen mehrere Meilen

hintereinander gehen.

Geheilt31. 3. 71.

Gypsverband.

18.Dezbr. 74:Jan. 73 nachanstrengend.Gehen starke Entzündung,jetzt noch bisweilen wieder-kehrend; ohne Aufbruch. Ver-kürzung d. Gliedes ungefähr4 cm. Rechter Fuss 1 '/g cmkürzer, als der linke Beweg-lichkeit passiv sehr gering,akt. unmöglich. Pat. geht mitgeringem Schleppen des Fusess D/2 Std. lang ohneerhebliche Ermüdung mit Hilfe eines Krückstockes.

zwei Stöcken.

Das untere Ende derFibula exartikulirt.

zerschmettert Ut. DieKugel ist vor derAchillessehne durch-gegangen und hatnahe am Mall. int.das Fussgelenk er-öffnet.19. 9. 70,Bicetre.

Schuss in daslinke Knöchelgelenk.Eingang unter dem

Mall, intern.

Ausgang dicht vor

dem Mall, extern.

6. 8. 70,

Spicheren.

1) Querschuss durchdie Malleolen des

linken Fusses.

2) Haarseüsehuss amr. Oberschenkel unddurch dieselbe Kugel.

3) Querschuss durchdas r. Dorsum pedismit Verletzung derOssa euneiformia u.

des Os cuboideum6. 8. 70,Spicheren.

am Unterschenkel.

Am linken Fuss-gelenk F^itersen-kungen nach allen

Richtungen.Spontane Ausschei-dung von Knochen-splittern.

Bis Ende März 1871nach einer Badekur

in Homburg die

Wunde verheilt.

Später brach die

Wunde in der Grösse

einer Erbse wieder

auf, schloss sich erst

nach Abstossungeiniger kleiner

Knochenstücke.

Resektion des 7 cm langer Schnittlinken Fussgelenks durch die Eingangs-

Geheilt20. 5. 71.

Heftiges Fieber.Am Mall, extern.

28. Januar 75:Im Winter

71-72 an deräusseren Seite des Gelenkssehr schmerzhafte Entzün-dung, die geöffnet wurdeund 7 Wochen lang beiEiterung offen blieb. Keineweiteren Zufälle. Verkür-zung nicht wahrzunehmen.Längs der Fibula Knochen-neubildung zu fühlen. Keineaktive Beweglichkeit im Ge-lenk. Zweite Phalanx dergrossen Zehe fest gebeugt.Fuss unbrauchbar. Gehenmit Krücke.

Anfang Oktober 70. Öffnung, in der Riehtung nach dem Capit,

Resektiondes linken Fuss-gelenks26. 10. 70,Prof. Heppner.

GeheiltOktober 1871

13. Mai 1876:Sehr

verzögerteHeilung bis 76.

Nach der

einmal Eitersenkungeröffnet,ass. metatars. I.

Ebenso langer Operation krankhaft gesteigerte Sensibilität. Zahl

horizontaler Schnitt reiche Morphium-Injektionen. Morphiumsucht!

durch die Ausgangs- Verkürzung 2 cm. Gelenkverbindung straff liga-

öffnung. mentös, halb ankylotisch. Pes equinus. Schwache

Vielleicht nur Beweglichkeit in derExtensionsstellung. Leistungs-

Splitterextraktion. fähigkeit der Extremität fast Null.

Fragmente derFibulawaren durch Callusuntereinander u. derMall. ext. mit deräusseren Fläche desTalus vereinigt. Eswurde daher nur dieEpiphyse der Tibiain der Länge von6 cm und die Rolledes Talus entfernt.Gypsverband.

Die Höhle füllte sichsehr bald mit Gra-nulationen.2. Dez. bereits solide

Wunden klein.

Heilung in 4 Mon.

vollendet.

Geheilt. 15. Juli 1875:

------------------ Verkürzung

des linken Beines 2!/-2 Zoll.Gelenkverbind, straff, nahezuankylotisch. Beweglichkeitsehr schwach. Grosse Zehegekrümmt, behindert dasGehen. Anstrengungen wer-den schlecht ertragen.S. trägt einen Scarpa'schenStiefel.