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5. Chirurgischer Theil C (1884) Kasuistik der im Kriege gegen Frankreich 1870/71 nach Verwundung durch Kriegswaffen auf Verbandplätzen oder in Lazarethen der Deutschen Heere ausgeführten grösseren Operationen : in tabellarischer Anordnung
Entstehung
Seite
517
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B

Band V

Band V.

F. Resektion des Kniegelenks

511

Bemerkung,

F. Resektion des Kniegelenks.

1. Deutsche.

a. Geheilte Fälle.

LH.No.

Lazarethu. s. w.,woselbst

dieOperation

vor-genommenist

Truppentheil

undName

desVerwundeten

Art und Datum

der

Verwundung

Indikation

für dieOperation

Art, Körperstelle,

Tag der

Operation,

Operateur

Methode

und

Bemerkungen

zur

Operation,

Behandlung

Verlauf

1 5. Bad.Feldlazareth,Hoenheim.

4. Rhein.

Inf. Regt.No. 30,Johann

Barthel.

Schuss in das linkeKniegelenk. Kugelwar durch die Patella

in den äusseren

Kondyl. gedrungen

und dort stecken

geblieben

3. 9. 70,

Strassburg.

Resektion

des Gelenks

3. 9. 70,

Stabsarzt

Ullersberger.

Fortnahme der I 27. Septbr. Gyps-Patella, Absägung verband mit Hohl-einer dünnen Schicht schiene u. Fussbrett.der Tibia und vom 16. Oktober bei Ab-Femur so viel, dassnahme des Gypsver-

Ausgang,Tag desAbganges,Todesartu. s. w.

Bemerkungen

I

eine Verkürzung vonca. 3 cm erfolgte.

Scultetscher Verbandmit Drahtschiene.

3. Reserve-

lazareth,

Hannover.

3. Westfäl.

Inf. Regt.

No. 16,

Peter

Berresheim

Schuss durch das

rechte Kniegelenk

mit Zerschmetterung

der Patella

IG. 8. 70,

Mars la Tour.

Kitrige Gelenk-entzündung.

Resektiondes Gelenks10. 9. 70,Sanitätsrath Becke

Grosser vordererLappen, Entfernungder Kondyl. d. Femur

und einer dünnenSchicht von der Tibia.Bein auf derWatson-schen Schiene einge-gypst und suspendirt.

bandes Knochen-wunde konsolidirt.

Geheilt. 1875: Völligeknöcherne

Ankylose, Verkürzung um5 cm. Alle übrigen Gelenkenormal. Kanu gut und an-dauernd gehen.

Nach 24 Stunden

Dysenterie.

Im Uebrigen gute

Heilung.

Geheilt. 1875: Völlige

------------------ Ankylose,

Verkürzung um 5 cm.CJebrige Gelenke völlig nor-mal, sehr gute Gebrauchs-fähigkeit mit Hilfe einesStockes ohne Stützapparate.

9. Feld-lazarethXI. Armee-korps,Chäteauneufen Thymerais,

ü. Thüring.

Inf. Regt.

No. 95,

Sekondelieut.

der Reserve

RudolfBrückner.

Schuss aus grosserNähe ins linke Knie-gelenk mit Verletzungder Patella u. Splitte-rung des Femur18. 11. 70,Chäteau Traineau.

Resektion des

Gelenks

18. 11. 70,

Generalarzt

Prof. v. Nussbaum.

5. Bad.Feldlazareth,Hoenheim.

Garde-Fest. ' Schuss in die Kon-

Art. Regt.,

Carl

Goliber-

zuch.

dylen des rechtenFemur mit weitgehender Sprengung der-selben nach oben23, 9. 70,Strassburg.

Resektion des

Gelenks

23. 9. 70,

Stabsarzt

Ullersberger.

Querschnitt,in Summa von Femurund Tibia 6 cm ent-fernt, Hälfte derKniescheibe erhalten.

Resektion am Ueber-j Patient kam seitgange des Femur in Ende Oktober in die

Geheilt. 1875: VölligeAnkylose invollkommengerader Stel-lung, Rest derPatella be-weglich. Uebrige Gelenkevöllig normal. Sehr gute

Gebrauchsfähigheit.

Trägt eine ca. 6 cm erhöhte

Sohle.

Geheilt.

die Kondylen, Ent-fernung eines ca. 2 1 /.'Zoll laugen Knochen-

|stfickes, von der Ti- Strassburg aufgenommenbia wurde nur eine und einer Verkürzung von 17cm

Vgl.Amput. a.Oberschenkel.

Behandlung fran- !------------------

zösiseher Aerzte und wurde am 3. 3. 71 mitganz deformem Gliede im Garnisonlazareth zumit völliger AnkyloseDer Unterschenkelstand um seine Axe nach einwärts gedreht, sodass die Crista tibiae dem andern Unterschenkelzugewandt war, der Fugs stand vor dem linkenFussgelenk, das er von oben her mit seiner grossen Zehe berührte.Auf Wunsch des Patienten am 28. September Amputation des Ober-schenkels im unteren Drittel. Heilung in drei Wochen.

dünne Scheibegesägt.

ab-

6. Württemb.FeldspitalFerneres.

Württemb.

2. Jäger-Bat.,

August

Friedrich

Henseler.

Schussbruch des

inken Kniegelenks

2. 12. 70,

Villiers

und Champigny.

Zertrümmerung der | Res. genu sin. [Querer Bogenschnitt,Gelenktheile des ] 4. 12. 70, Abtragung der Ge-

Femur in der Aus- Oberarzt Dr. Brigel. lenkenden vomFemuidehnuug von 5 cm. 5 cm und einer

schmalen Scheibeder Tibia.

Dekubitus.Schlechte Eiterung.

Kräfteverlust.

Grosse anhaltende

Lebensgefahr. Bei

der Entlassung am

30. Juni von Worms

vollkommenes

Schlottergelenk.

5. 7. bis 20. 10. 71

allmälige Konsoli-dation. Dezemb. 71erste Gehversuche.

Geheilt 1873:

30. 6. 71. Vollkommene

-------------------- knöcherne

Verwachsung des 1. Ober-und Unterschenkels. Ver-kürzung 8 cm. Hüftgelenk

vollkommen, Fussgelenkziemlich frei bewegl. TrägtSchuh mit erhöhtem Absatzund Sohle, kann bis zu einerStunde ununterbroch. gehen.Grosse spannende Narbe amKreuzbein u. in d. Gegenddes letzten Lendenwirbels.