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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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IX. Kapitel: Graue Entartung der Hinterstränge. (Tabes dorsalis.)

Band VII.

Lau-fendeNo.

1.

Name und Stand.

Datum der Geburt.

Verheirathet,

Zahl der Kinder.

2.

Aktive Militärdienstzeit.

Mitgemachte Feldzüge,

Charge.

3.

Heredität

und

Prädisposition.

4.

SyphilitischeAffektion.

5.

Angenommenes

ätiologisches

Moment.

6.

Initialsymptome1870/71.

7.

LXXXII.

v. S.,

Offizier.

9. Dezember 1838.

Unbekannt.

1855 bis 1882.1866, 1870/71.

Hereditär neuro-pathisch nicht be-lastet.

Unbekannt.

Wurde am 18.August 1870 beiGravelotte ver-wundet.Ein Chassepot-

Projektildrang 3 Quer-finger unter-halb der linkenBrustwarze bisauf die Rippe.Im Dezember1870 war dieWunde geheilt mit

Hinterlassungeiner 3 /i Zoll lan-gen und breitenNarbe. Vor derVerwundung warer in Biwaks Er-kältungen undDurchnässungenausgesetzt.

Schon im Oktoberklagte v. S. überneuralgischeSchmerzen,welche von derWundnarbe nachdem Rücken aus-strahlten. DieSchmerzen nahmen möglicherweisein Folge von Erkäl-tung zu und warenzeitweise mit hefti-gen Anfällen von

Brustbeklem-mung verbunden;sie erstreckten sichauch auf die Armeund Beine. Nacheiner anderen Versionbegannenblitz-artige Schmerzenin den Beinen"

schon nach denDurchnässungen inden Biwaks vor derVerwundung.

LXXXIII.

J. K.,

Inspektor.

24. November 1834.

Verheirathet.3 Kinder; 2 ge-storben, das übrig-bleibende an einemTumor albus genuleidend.

1856 bis 1857.1866, 1870/71.

Vater todt,Mutter 76 Jahrealt (1875).

Bruder gesund.K. selbst bis zumAusbruch desKrieges 1870/71

gesundheitlich

ungeschädigt.

Blühend undkräftig.

Angeblichnicht syphili-tisch.

In der Nachtvom 16. zum17. Januar 1871vor Amiens aufFeldwache kom-mandirt, suchteer in einer ver-fallenen Schmiedegegen Kälte (10°)und Schnee-gestöber Deckungund schlief hier,von Müdigkeit,Kälte und Hungerüberwältigt, aufeinem Ziegel-haufen sitzend,ein. Beim Er-wachen war ererstarrt undsteif, und ver-spürte

so heftige Kreuz-schmerzen, dasser nicht aufstehenkonnte, sondernemporgehoben undlängere Zeit herum-geführt werdenmusste, ehe er dieBeine wieder ge-brauchen konnte.

Die Rücken-schmerzenblieben noch eineZeit lang fort-bestehen, dannverschwanden sie.Aber schon im März1871 kehrten die-selben in solcherHeftigkeit zurück,dass Patient bett-lägerig wurde. Inder Folge traten die

Schmerzen inZwischenräumen vonmehreren Wochenauf.