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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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IX. Kapitel: Graue Entartung der Hinterstränge. (Tabes dorsalis.)

Band VII.

Lau-fendeNo.

1.

Name und Stand.

Datum der Geburt.

Verheirathet,

Zahl der Kinder.

2.

Aktive Militärdienstzeit.

Mitgemachte Feldzüge,

Charge.

3.

Heredität

und

Prädisposition.

4.

SyphilitischeAffektion.

5.

Angenommenes

ätiologisches

Moment.

6.

Initialsymptome1870/71.

7.

LXXIX.

J. G.,

Telegraphenbote.

11. März 1837.

Seit 1869 ver-heirathet; Vater von3 Kindern, von denendas älteste 15, dasjüngste 5 Jahr alt ist.

1857 bis 1868.

1866,

Sergeant.

Eltern starben anAltersschwäche;Geschwister sindam Leben undvöllig gesund. Biszum Feldzuge1866 gesund undarbeitsfähig.

Syphilitischnie infizirt.

Nach derSchlacht beiKöniggrätz hatteer sich sehr er-müdet auf vomRegen durch-weichten Erd-boden gelegtund sich hier-nach stark er-kältet.

Am nächstenMorgen verspürte erheftiges Reissenin den Beinen undeine gewisse Unbe-

weglichkeit indenselben, die sichaber, nachdem er sicham Lagerfeuer er-wärmt hatte, wiederlegte.

1867: Heftige rheumatische Schmerzen in allen Gliedern, besonders in den Kniegelenken, Köthungund Schwellung derselben; geringes Fieber; bei jeder Bewegung unerträgliche Schmerzen.

1868: Kontinuirliche reissende Schmerzen in den Beinen, welche von massiger Stärke sind und bei Witterungswechselheftig werden. Bisweilen Gürtelgefühl um den Leib und Ameisenkriechen in Händen und Füssen.Pochende Schmerzen in der rechten Schläfengegend und über dem rechten Auge. Militärärztlicher-seits als dauernd ganzinvalide wegen seines Rheumatismus erklärt.

1869: Nach vierwöcbentlicher Badekur in Warmbrunn sind die Schmerzen bei Weitem geringer und nur zeitweisevorhanden.

1870/71: Schwäche in den Beinen; bisweilen heftige Magenschmerzen.

LXXX.

F. Z.,

Maurer.

23. September 1837.

Verheirathet,2 Kinder.

1858 bis 1875.

1864, 1866, 1870/71,

in letzteremFeldwebel.

Bis zum Feld-zuge wurden wäh-rend seiner zwölf-jährigen Dienst-zeit Krankheitenbesonderer Art anihm nicht wahr-genommen.

Niesyphilitisch.

Erhielt am 30.August 1870 beiBeaumont eineSchussfrakturdes linken Un-terschenkelsund lag die dar-

auffolge ndeNacht unbe-deckt auf demSchlachtfelde.Trat im April 1871als geheilt in dieKompagnie zu-rück.

Indessen klagte erfortwährend überSchmerzen undSchwäche in dem

verwundetenGliede. Im Juli1871 stellten sichheftige Magen-schmerzen (crisesgastr.) ein.

LXXXI.

v. G.,

Offizier.

4. August 1836.

Verheirathet,

3 Kinder, davon 2

im Säuglingsalter

gestorben.

1853 bis 1877.1866, 1870/71.

Vater im Jahre1852 gestorben.

Er selbst machteim Frühjahr 1870einen schwerenTyphus durch.

Unbekannt.

Zog 1870 nochals Typhusre-konvaleszentmit in denKriegund war viel-fachen Erkältun-gen und Ueberan-strengungen un-terworfen.

Verspürte im An-fang des Jahres 1871ziehende Schmer-zen imKreuz undin den Beinen,bald nachher auchein Schwächege-fühl beim Gehen.