^TfffriTtTffriTrfiT^
Die Bibliothek dieses Klosters bewahrt zwei Inventare ihres Bücher-schatzes , welche 1370 und 1380 von dem Mönche und Armar Petervon Arbon angelegt worden sind. In beiden Catalogen findet sicheine Instruction für den Leiter der Bücherei.
Meines Wissens sind diese Verzeichnisse noch nirgends im Urtexteund vollinhaltlich abgedruckt. In den „Mittheilungen des historischenVereines für Steiermark" XX. 67—90 habe ich unter dem Titel „DieBibliothek der Abtei Admont mit besonderer Berücksichtigung desZustandes derselben in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts" nureine Skizze der beiden Handschriften No. 589 und Nr. 392 gegeben.Auch in meiner „Geschichte des Benediktiner Stiftes Admont" III.87 — 89 sind beide Verzeichnisse nur in gedrängter Kürze behandelt.In Becker „Catalogi bibliothecarum antiqui" p. 292 und 294, sowie im„Neuer Anzeiger für Bibliographie uud Bibliothekswissenschaft" 1878 p.134—136 werden unsere Cataloge nur erwähnt. Wenn ich noch be-merke, dass der Brief des Abtes Engelbert von Admont an den MagisterUlricus in Wien bei Pez „Anecd." I. 429 abgedruckt erscheint, dürftendie bezüglichen gedruckten Publicationen erschöpft sein.
In nachfolgenden Blättern wird der Catalog vom J. 1370 Cod.N. 589 zum ersten Male vollinhaltlich in der Schreibweise des Origi-nals, daher auch mit den bibliographischen Fehlern desselben, mit-gctheilt und von erläuternden Noten begleitet.
Der Codex in Quart auf Pergament ist 22 cm. hoch und 16 cm.breit, zählt 30 Blatt, wovon Bl. 15, 16, 27—30 unbenutzt sind und istin zwei Spalten geschrieben. Die Schrift scheint durchaus von einerund derselben Hand zu sein nur Bl. 5 b, 8 a und 14 a sind Nachträgeaus der Wendezeit des 14. zum 15. Jahrhundert. Den Einband bildenzwei mit Schafleder von weisser Farbe überzogene Holzdeckel, anwelchen eine kleine Metallrosette als Spur eines ehemaligen Ver-schlusses sich zeigt.
Der Codex No. 392 vom Jahre 1380 findet später eine übersicht-liche Beschreibung und eine Würdigung seines Verhältnisses zum Cod.No. 589.
497