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3. Zweifelhafte Drucke.
1. De vita et morte Aristotelis liber versu et metro; item de saluteAristotelis liber. Oppenhemii 1498. 4°. — Panzer, Annal. II, 243n. 2. Hain 1789. Wahrscheinlich Verwechslung mit Hain 1788.Als Oppenheimer Druck unmöglich von 1498.
2. Iacobi Wimphelingi diatriba. Oppenheim 1510. 4°. — Panzer, Ann.VII, 488 n. 5. Büttinghausen ine. 13. Unmögliche Ausgabe, da dieWidmung Wimpfelings an Io. Sigrist Rubeaquensis datirt ist: Exsylva hercinia X. Kai. Septembris 1512. Cf. (Riegger) amoen. litt.Frib. Dagegen existirt eine Ausgabe Ilagenau 1514, 4°, 15 Blatt.Cf. Schmidt, hist. litt. H, 329 n. 44. Wiskowatoff, Wimpheling 205Anm. 1 gegen Erhard, Gesch. des Wiederaufblühens der Wissen-schaften I, 464, welcher die Ausgabe 1510 behauptet.
3. Ioannis Tritemii polygraphia. — Panzer VII. 491 n. 23. Die Cata-loge von Bolongaro-Crevenna II, 237 und Mencken, ed. H, 744, ci-tiren diesen Druck nur o. 0. Es liegt jedenfalls eine Verwechslungvon der ebenfalls auf Kosten des Verlegers Johann v. Haselberg inOppenheim gedruckten Ausgabe Quaestiones Trithemi (1515) vor.Panzer VH, 489 n. 14.
4. Processus et defensorius iuris. 1503. 12°. — Panzer, Annal. VII,487 n. 1. Ganz unbekannt.
5. Deutscher Kalender. 1518. Folio. Wohl nur Verwechslung mit derAusgabe 1522, deren Schlusswort 1518 datirt ist und diesen Irr-thum erregte. — Panzer gibt eine Ausgabe 1518 an Annalen Suppl.151, 925 b , nachdem schon Weidler, bibliographia astrologica, Witten-berg 1755, 8°, 13, eine solche Ausgabe aufgestellt. Dieselbe kommtnoch bei Steift*, Buchdr. in Tübingen 241—242 vor. Der deutscheKalender von 1522 ist nach der Schlussschrift nur eine Uebersetzungdes im März 1518 vollendeten lateinischen Kalenders, eine deutscheAusgabe 1518 ist unwahrscheinlich.
6. Beschlussrede von dem einfältigen Bauersmann. Oppenheim 1532Mit Köbels Bild, von Falk in der Rupertuslegende reproducirt p. 45cf. p. 44. Dieser Druck existirt nicht, sondern die Beschlussrede(Exemplar in Mainz) ist nur der Schluss des Drucks: 11 Innhalt dissesBüchleyns: | Eyn kunstliche sonn | Vhr inn eynes yeden menschenLincken handt, | gleych wie in eynem Compass, zu erlernen, darinnalle stund des | tags, durch den schatten der Sonnen, mit hilff eynsstrohalmes, j odder sonst eynes schlechten holtzleyns, gefunnden vnderkennet | werden. Von Jacob Kobeln Stadtschreybern zu Oppen-heym, | allen denen so die Strassen brauchen, als Kauffleüten, Schiff-leüjten, Furleüten, Keytenden, gehenden, Botten, landtsknechten, |ackeiieüten vü weyngart arbeytern, Sampt andern so sich auff | denCompass nit verstehen, od' nicht allzeyt bey jnen haben, zu nützvfl fürderung jrer geschefft od' hantirüg, angezeigt vn erelart.
491Beiheft 4. 3