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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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v. Volkmann'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.

Band III. jui

II. Beschreibung der Präparate und Abbildungen.

Krankengeschichten.

genN

Erste Abtheilung.

Knochenpräparate und Abbildungen von Präparaten nebst einzelnen

gehörigen Krankengeschichten.

I. Schädel.

Präparat 1.

Lochsclniss des Stirnbeins."

Schädeldach, an welchem sich 2 Oeffnungen befinden, a. Ander rechten Seite am untersten Theile der Kranznaht unmittel-bar über dem Augenhöhlendach ein eirundes, wagerecht gestelltesLoch, dessen hinterer Rand aus einem beide Tafeln umfassen-den Splitter besteht. Der untere Rand des Loches ist abgesplittert,auch von dem Augenhöhlendach fehlt ein kleiner Splitter. Dervordere und hintere Rand zeigen einen schmalen Bleisaum. b. Ander linken Seite des Stirnbeins 4cm vor der Kranznaht, dasLoch der inneren Tafel unregelmässig dreieckig, dasjenige deräusseren Tafel durch schräge Absplitterung sehr viel grösser.Eine Spalte geht von hier aus durch beide Tafeln nach untenbis zur Sägefläche. Sämmtliche Nähte sind gelockert (durchhydraulische. Pressung oder in Folge der Maceration ?). DieKugel ist demnach von rechts nach links und etwas nach obenquer über den Augenhöhlen durch den Schädel gedrungen.

Präparat 2.

Schusszertrümrnerung des Schädels."

Hintere Hälfte des Schädeldaches mit 2 Oeffnungen. a. Grosserundliche Oeffnung auf der Höhe des rechten Seitenwandbeines2 cm nach aussen von der Pfeilnaht, an der inneren Tafel durch Ab-splitterung etwas vergrössert. b. Kleinere Oeffnung desselbenSeitenwandbeines auf der Höhe und 5 cm nach rechts von derSpitze der Hinterhauptschuppe, durch Absplitterung der äusseren

Tafel etwas vergrössert; beide üeffnungen durch eine 1klaffende 6 cm lange Spalte, welche sieh jenseits der kleuOeffnung bis zur Sägefläche erstreckt, verbundeD. Aikbgehen von beiden Oeffnungen noch mehrere theils breit klafitheils feinere Spalten aus und haben einen grossen vieredSplitter vollständig abgetrennt. Der Verwundete hat verii lieh den Schuss im Liegen von vorn bekommen.

Präparat 3.

Lochsckuss des Schädels mit Fissuren. Ausgangsofimit Splitterung."

Schädeldach mit 2 Oeffnungen. a. Grosse Oeffnunj:linken Hälfte des Stirnbeins dicht neben der MitteliniOeffnung der inneren Tafel etwas vergrössert durch kHrung, an den Rändern Bleisaum. b. Kleine Oeffnung imhinTheil des linken Seitenwandbeines 2 cm nach aussen vaPfeilnaht, äussere Tafel stark abgesplittert; nach vorn tuOeffnung 4 gänzlich gelöste Knochensplitter, beide Tafeilfassend. Eine lange unregelmässige Spalte verbindet iOeffnungen, von ihr etwa in der Mitte abgehend eine Snach unten bis zur Sägefläche, von der hinteren Oeffnunggehend eine Spalte quer durch das rechte Seitenwandbeiiabwärts bis zur Sägefläche und eine zweite nach hinten.Sägefläche nicht ganz erreichend. Ausserdem noch mlfeinere Spalten in der Umgebung beider Oeffnungen.Splitter und Spalten sind am Präparat durch kleine I»zusammengehalten.

II. Brustkorb.

Präparat 4.

Auf dem Sternum eingekapselte Kugel. Nicht aus dem

Deutsch - Französischen, sondern aus dem sogenannten

, Freilieits - ' -Kriege."

Das obere Stück eines Brustbeines, auf dessen vordererFläche eine etwas verunstaltete Rundkugel eingekapselt ist.Die Kugel steckt nur mit einem verschwindend kleinen Theil

ihrer Rundung im Brustbein, welches weder Brüche noch Spraaufweist.

Präparat 5.Lochschuss quer durch die Wirbelsäule (Revolver'Der unterste Brust- und die zwei obersten LendeiQuer durch den Körper des obersten Lendenwirbel* |etwa 7 mm im Durchmesser grosser Kanal, an der lordides Wirbelkörpers befinden sich 3 feine Spalten.

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