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III. Kapitel: Grössere Operationen.
BandHI. M\« m %\
hältnissmässig selten (9 mal) aber stets mit tödtlichemAusgange wird Verjauchung gemeldet.
Hervorgehoben sei noch eine ausserordentlich starke,die Diaphyse des Oberarmknochens an Dicke weit über-treffende Knochenneubildung, welche nach einer Aus-sägung des Ellenbogengelenks sich entwickelte. 1 )
Die Nachoperationen bestanden ausser in ziemlichhäufig nothwendig gewordenen Entfernungen von Fremd-körpern (Kugeln, Tuchfetzen u. s. w.) und Splittern, Nekro-tomien und Einschnitten zur Eiterentleerung theils in er-neuten Aussägungen, theils in Gliedabsetzungen; nachAussägungen des Ellenbogengelenks wurde ausserdem 1 maldie gewaltsame Beugung, 1 mal der Bruch des in ge-streckter Stellung mit Gelenksteifheit geheilten Armesvorgenommen, beide Male erfolgte danach Heilung mitAnkylose in rechtwinkliger Stellung. 2 ) Auch eine Haut-überpflanzung, wobei jedoch von 6 überpflanzten Stückennur eines anwuchs, wird nach Aussägung des Ellenbogen-gelenkes erwähnt. 3 )
Erneute Aussägungen sind 9mal berichtet undzwar nach Aussägung
des Schultergelenks . . . 2 4 ) (1 f)„ Ellenbogengelenks . . 3 5 )„ Handgelenks . . . . 3 6 )„ Kniegelenks..... I 7 ) (1 f)
Summe 9 (2f)
im Schulter-gelenknach Aussägung des Schultergelenks . 4 mal (2 f)„ „ „ Ellenbogengelenks 3 „ (1 f)
,, „ „ Handgelenks . . —
„ „ „ Kniegelenks . . —
„ „ „ Fussgelenks . . —
Summe 7 mal (3 f)
Hinsichtlich der seit der Aussägung verflossenenZeit wurde die Gliedabsetzung vorgenommen
im Laufe der 1. Woche ....... 7 mal ( 6f)
„ » „2. „ .......15 „ (12f)
)j » n **■ » ....... 5 „ ( o y)
„ ,, „4. „ ....... 4 B (2f)
„ ,, des 2. Monats....... 4 „ ( 3f)
!! !! I! O. „ ....... 4 „ ( 1 J)
„ „ „ 2. Vierteljahrs..... 1 „ ( 1 f)
ohne Angabe der Zeit, jedoch offenbar im
Laufe der ersten Wochen oder Monate . 4 „ ( 3 f)
1 bis 15 Jahre nach der Aussägung ... 6 „ (— f)
Summe 50 mal (33 f)
s ) Siehe V. Band dieses Berichts No. 151 der Geheilten.
2 ) Siehe ebendas. No. 154 und 194 der Geheilten.
3 ) Siehe ebendas. No. 13 der Geheilten.
4 ) Siehe ebendas. No. 153 der Geheilten, No. 103 der Gestorbenen.6 ) Siehe ebendas. No. 82, 122 und 184 der Geheilten.
6 ) Siehe ebendas. No. 2, 10 und 13 der Geheilten.
7 ) Siehe ebendas. No. 30 der Gestorbenen.
Anlass zu nochmaligen Aussägungen gab theiUsterben der resezirten Knochenenden, theils die Uwendigkeit, der Absägung nur eines Gelenkend.;diejenige des anderen folgen zu lassen. Am Knie»ewurde die Nachoperation dadurch erforderlich, d^lFolge Muskelkrampfes bei Anlegung eines Gypsverlnder innere Knorren des Oberschenkels nach Sprenoeiner Naht immer wieder aus der Wunde hervortutdem tödtlich verlaufenen Fall, welcher oben als ernAussägung am Schultergelenk geführt ist, findet sich»der Vermerk „Mehrmalige Nachoperationen" ohne riBezeichnung ihrer Art.
Gliedabsetzungen wurden nach Gelenkaussäniisilaut Uebersicht XXXIX im Ganzen 48 mal vorgenoni(mit 33 = 68.7 $ Todesfällen). Dazu kommen als 450. die in den Uebersichten nicht mit berücksichtigtestehend auf S. 219 unter No. 6 und S. 268 unter 5 1aufgeführten Fälle von Spätamputationen (nach 11115 Jahren). Die absolut grösste Zahl der GlitiSetzungen (27 mit 12 Todesfällen) ereignete sichsägungen des Ellenbogengelenks, die relativ (im[Jhältniss zur Zahl der Aussägungen) grösstedenen des Kniegelenks (9 mit 8 Todesfällen),nach denen des Fussgelenks (11 mit 8 Todesfällen).Bei sämmtlichen 50 Amputirten erfolgte die iabsetzung
am am am Ober- am UJ
Oberarm Unterarm schenke! st
19 mal (11 f)3 „ ( 2f)
1 mal (11)
9 mal (8 f)
2 „ (lj) 9mal'
22 mal (13 \) 1 mal (11) U mal (9 f) 9mal
Auch hier also lieferten die Spät-Operationen!beste Ergebniss. (Vergl. vorstehend S. 219 und U \
Mit Rücksicht auf die Zeit, 1 ) zu welchersägung stattgefunden hatte, ergiebt sich Folgendes.]wurden Gliedabsetzungen nothwendig
nach primären Aussägungen 14 iL
„ intermediären „
„ sekundären „
„ späten
,, der Zeit nach unbekannten
I
Summe 50 |
Den Anlass zur Gliedabsetzung nach Aussäm
gab bei 2 der Spät-Amputationen (No. 11 undSl
Uebersicht XXXIX) lediglich Unbrauchbarkeit des GM
!) Die Begriffe primär u. s. w. sind auch hier in dem vors^auf Seite 212 erörterten Sinne zu verstehen.
(Folgt Uebersicht XL, XLI und XLII. Fortsetzung des T«*|
Seite 296.)