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| m. Allgem. Theil.
I. Abschnitt: Gliedabsetzungen und Gelenkaussägungen.
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später Gestorbenen. Mitenthalten in obigen Zahlendie in Üebersicht XXI aufgeführten 11 Fälle, beiBlutuno-en vor und nach der Operation stattgefundenen (Vergl. vorstehend S. 258.) Die ausserordentlichSterblichkeit (83.5 g) unter denjenigen Operirten. beileben Blutungen nach der Gliedabsetzung sich ereigneten,onders aber nach späteren Unterbindungen (93.7 #), er-sieh zum Theil aus dem angedeuteten Charakter diesernplikationen; daneben kommt auch hier wohl das Be-bben mit in Betracht, die Blutungen auf nicht-operativem0( ] er — wenn schliesslich zur Unterbindung ge-■itten wurde — durch Verschliessung des Hauptstammes,fernt von der Wunde, zu stillen 1 ).Andere 857 nach Ausführung der Gliedabsetzung ein-etene Komplikationen bei Deutschen sind in Ueber-htXXV zusammengestellt. Pyärnie undSepticämie 2 )|4 Fälle, darunter 507 tödtlich verlaufene) machen[ nicht weniger als 60 $ aus, ohne dass damit muth-isslich die verhängnissvolle Bedeutung dieser Wund-heit zu vollständigem Ausdruck gelangt 3 ). DiesenJen gegenüber sind diejenigen der anderen Wundkrank-en und jeder einzelnen anderen Komplikation überhauptnentlich hinsichtlich der dadurch bedingten Sterblichkeit)i geringem Belang. Als nächstgrösste erscheinen übrigenshier diejenigen für „Brandiges Absterben derichtheile" (62, darunter 40 bei Gestorbenen). Häufigbandelt es sich dabei nur um engbegrenzten Brandi den Stumpf bedeckenden Lappens oder selbst nurTbeiles desselben, als Ausdruck und Folge von ört-i Ernährungsstörungen. Vielfach ist dieser Vorgangirscheinlich ohne erheblichen Einfluss auf den gesammtenjrlauf geblieben, nicht nur bei den 22 Geheilten, sondernmindestens bei einem Theile der 40 später Gestor-ben, deren Tod anderen Ursachen (langer Eiterung undfondkrankheiten) zugeschrieben werden muss. Keinesfallsdiesem beschränkten Absterben von Weichtheilender Amputation auch nur annähernd die nämlichejleatung zugeschrieben werden, wie dem „Brand derwelcher so häufig den Anlass zu Gliedabsetzungeneben hat.
1 ) Vergl. hierzu den nachstehenden III. Abschnitt dieses Kapitels:lerbindungen.
2 ) Die Abweichung der Zahlen bei den Wundkrankheiten in«teilender üebersicht XXV von denen in der Tabelle XXII der
(erationsstatistik (Seite 95* ff.) erklärt sich daraus, dass in letzterersrseitä auch die vor Ausführung der Gliedabsetzung entstandenenndkrankheiten mitenthalten, andererseits die in den Nachträgen[etheilten Fälle nicht berücksichtigt sind. — Sämmtliche be-vor und nach Ausführung der Gliedabsetzung entstandenenvon Wundkrankheiten (einschliesslich der in den NachträgenIV. Bande enthaltenen) ergeben sich aus der Summe der betreffendenden in den Uebersichten XXII und XXV.8 ) Vergl. vorstehend S. 154. — Die üebersicht auf Seite 156/157«st die AYundkrankheiten bei amputirten Deutschen und Fran-i nach den Angaben der Operationsstatistik (also ohne Berück-«igni'g der Nachträge).
Nicht aufgeführt in Üebersicht XXV sind die späterenoperativen Eingriffe. Ausser Einschnitten wegen Zell-gewebsentzündung, Entfernung von Fremdkörpern, Splitternund Sequestern 1 ) finden sich erwähnt: Blutüberleitung1 mal und zwar mit günstigem Ausgange nach Absetzungam Oberschenkel 2 ), Hautüberpflanzungen 2 mal 3 ), An-frischen der Wundränder 2 mal 4 ), (darunter 1 mal ver-bunden mit Ausschneiden der spannenden Narbe),Auslösung eines abgebrochenen Knochenstückes 5 ),nachdem ein bereits geheilter am Oberschenkel Amputirterdurch Fall auf den Stumpf sich einen Bruch des letzterenzugezogen hatte, welcher zu tödtlicher Verjauchung führte,1 Aussägung des abgestorbenen Oberarmknochen-stumpfes 6 ), 9 Absägungen des vorstehenden Kno-chenstumpfes (darunter bei 2 später Gestorbenen), 6 malam Oberschenkel 7 ) (2 f), 3 mal am Unterschenkel 8 ), endlich30 Wiederholungen von Gliedabsetzungen (Rearnpu-tationen, Nachamputationen) an näher dem Rumpfe gelegenerStelle, darunter 3 mit tödtlichem Ausgange. 27 dieserNachamputationen wurden nach Absetzung an den unteren,nur 3 nach Absetzung an den oberen Gliedmaassen noth-wendig. Die betreffenden Verwundeten sind in den Zahlender vorangegangenen Uebersichten mitenthalten, daselbstjedoch nur je einmal gezählt. Bei einigen dieser, hier alsWiederholung von Gliedabsetzung aufgeführten Fälle lassenübrigens die vorliegenden Angaben es einigermaassen zweifel-haft, ob es sich nicht ebenfalls wesentlich nur um Absägungdes vorstehenden Knochens gehandelt hat. Mit solchemVorbehalt findet sich erneute Absetzung des Oberschenkelsan höherer Stelle bei 18 (sämmtlich genesenen) Verwun-deten berichtet; 9 ) auf Unterschenkelamputationen folgte5 mal die Absetzung an höherer Stelle des nämlichenKörpertheils (ohne Todesfall) 10 ), 3 mal diejenige am Ober-schenkel (mit 1 Todesfall) 11 ). Auch nach einer Auslösungim Fussgelenk wird eine (glücklich verlaufene) Absetzungan höherer Stelle erwähnt 12 ). Einer Oberarmamputation
1 ) Bei einem am Oberarm Amputirten wurde später der grössteTheil des abgestorbenen Knochenstumpfes entfernt. (Siehe V. Banddieses Berichtes S. 25 No. 68.)
2 ) Siehe V. Band dieses Berichtes S. 635, a, No. 2.
3) Siehe ebendas. S. 155 No. 28 und S. 175 No. 230.<) Siehe ebendas. S. 181 No. 284 und S. 319 No. 260.5) Siehe ebendas. S. 216 No. 312.
«) Siehe ebendas. S. 50 No. 290.
') Siehe ebendas. S 159 No. 62, S. 162 No. 95, S. 177 No. 247,S. 179 No. 267, S. 215 No. 302, S. 225 No. 409.
») Siehe ebendas. S. 296 No. 55, S. 301 No. 101, S. 305 No. 130.
») Siehe ebendas. S. 154 No. 18, S. 155 No. 23 und 31, S. 162No. 96, S. 163 No. 106, S. 166 No. 137 und 141, S. 167 No. 150,S. 168 No. 163, S. 171 No. 184, S. 172 No. 193 und 198, S. 175No. 225, S. 176 No. 238, S. 181 No. 289, S. 185 No. 325, S. 663(Fall K.) und S. 668 (Zusatz zu S. 154 No. 14).
10) Siehe ebendas. S. 299 No. 76, S. 308 No. 164, S. 315 No. 220,S. 318 No. 245, S. 665 (Fall B.).
ii) Siehe ebendas. S. 302 No. 110, S. 313 No. 204, S. 345 No. 207.
") Siehe ebendas. S. 374 No. 13.