9) die katholische Schule in Eppinghofen mit 3 Klassen,
10) die I. evangelische Schule in Mellinghofen mit 2 Klassen,
11) die II. evangelische Schule in Mellinghofen mit 2 Klassen,
12) die katholische Schule in Mellinghofen mit 2 Klassen,zusammen also 12 Systeme mit 48 Klassen und 3812 Schülern.
Zunächst wurde an der katholischen Schule im Muhrenkamp eine Erweiterungerforderlich. Es wurde daher ein Umbau vorgenommen, durch welchen 5 großeKlassenzimmer erzielt wurden und außerdem noch Wohnräume für drei Lehrerinnenübrig blieben. Zu gleicher Zeit wurde beschlossen, daß an der katholischen Schuleder inneren Stadt eine neunte und an der Schule am Rahmen eine siebente und achteLehrkraft angestellt würden. Die Klassen für die letzteren wurden im städtischenWaisenhause am Rahmen beschafft. Die Schulen am Nothweg, am Rahmen und diezu einem Schulsystem verbundenen beiden katholischen Schulen in der Auerstraßeund am Muhrenkamp wurden zu 6stufigen Schulen von 8 Klassen umgeschaffen. Dieparitätische Schule in der Auerstraße wurde in eine evangelische Schule umgewandelt.Ferner wurde der Anfang einer Lehrerbibliothek gemacht, indem hierfür vom Kreiseund von der Stadt eine gewisse, jährliche Summe bewilligt und einstweilen rentbarangelegt wurde.
Um der immer fühlbarer werdenden Überfüllung an den e\ angelischen Schulenin der inneren Stadt abzuhelfen, wurde 1884 beschlossen, zwischen Scharpenberg undDohne eine 4klassige Schule mit Lehrerwohnung zu erbauen, welche so einzurichtensei, daß aus der Wohnung demnächst noch zwei Klassenzimmer hergerichtet werdenkönnten. Das Jahr 1885 brachte diesen Neubau, jedoch konnte er wegen ungünstigerWitterung nicht fertiggestellt werden. Die Schule, auf einem von der evangelischenKirchengemeinde angekauften Grundstücke an der Bergstraße errichtet, wurde am6. Juli 1886 der Benutzung übergeben.
Auch bei den katholischen Schulen in der Auerstraße und am Muhrenkamp,an denen bereits 1883 sechste Lehrerstellen geschaffen waren, stieg die Schülerzahlso erheblich, daß auch von dort aus Wünsche nach Errichtung neuer Klassen lautwurden. Nach langen Verhandlungen wurde 1886 der Beschluß gefaßt, daß an derFeldstraße ein 4 klassiger Bau erstehen solle, der jedoch so einzurichten sei, daß,wenn die Schule am Muhrenkamp einmal veräußert werde, dann die Schule ohnebesondere Schwierigkeiten zu einem 8 klassigen System erweitert werden könnte.Nach den Herbstferien 1889 wurde der Bau seinem Zwecke übergeben, nachdem sichdie einzelnen Klassen Jahre lang, teils als fliegende Klassen, teils in gemietetenRäumen hatten behelfen müssen. Da nach Fertigstellung der Schule eine andereEinteilung der katholischen Schulsysteme erforderlich wurde, so wurde mit Genehmigungder Königlichen Regierung angeordnet, daß vom 1. April 1890 an in den 6 Klassendes Schulgebäudes an der Auerstraße eine 3 klassige Knaben- und eine 3 klassigeMädchenschule unter dem Hauptlehrer Lipp, in den 8 Klassen der Schule an derFeldstraße eine 4 klassige Knabenschule unter Hauptlehrer Menz und eine vierklassigeMädchenschule unter der Lehrerin Fräulein Schikowsky eingerichtet wurde. DieKnaben werden sämtlich durch Lehrer, die Mädchen nur durch Lehrerinnen unter-richtet. Gleichzeitig wurden den einzelnen katholischen Schulsystemen, wie solchesschon im Jahre 1886 für die evangelischen geschehen war, besonders abgegrenzteSchulbezirke überwiesen. Bei der Einteilung in Schulbezirke mußte der paritätische.Charakter der Dickswallschule, welche von katholischen Schülern so gut wie garnichtbesucht wurde, aufgehoben werden.
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