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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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Kloster 1221 den an die Kirche anstoßenden Buchelwald. Außerdem werden demKloster geschenkt: das sog. Vyrynkelsgut in Saarn, sowie 4 Morgen Land in Saarn,die bisher den Eheleuten Wilhelm & Enken under dem Daell gehört hatten, fernerdas Gut up der Erlen, dessen Lage unbekannt ist, Güter super Miricam, up denDumpelle, die Einkünfte einer Mühle daselbst, die Hälfte eines Hauses in Duisburg,Ländereien in Weitersberg, Huckingen, Lirevelde.

Für 772 Mark kauft das Kloster 1277 das Obereigentumsrecht an den GüternRoscothen in der villa Sarne, die es bereits früher erworben hatte. Es kauft fernerGüter in Berchem, Mundelincheym, Geroyde und Merenscheid, desgleichen in Saarndie Hakerot genannten Äcker, sowie ein Gut „im dorpe ende dair umlancys diebruicke, op der eyner syden ende die virde op der ander syde des vurs guedesgelegnen." Andere Ländereien gingen durch Tausch in den Besitz des Klosters über.1231 genehmigte Erzbischof Heinrich, daß die Abtei St. Mariae de Sarne ihrenHof Genserath dem Stifte Gerresheim tauschweise überlasse gegen dessen GutEppinghofen bei Neuß, wo das Saarner Kloster alsbald eine Filiale errichtete. Diezwischen dem Convente von Sarne und Eppinghofen getroffene Separation derGüter wird 1237 durch den Abt Arnold von Camp bekundet. 1407 tauscht dieÄbtissin von Tiele up dem Dyke und seiner Frau Drude ein Stück Land an demGerezbroiche ein gegen ein Stück Land up dem Woilnentrade. Etwa hundert Jahrespäter tauscht die Äbtissin Cathryne Sobben mit Godert Wegges einige Grundstückein der Honnschaft Ebbinchoven und mit Hermann van Schoeler einige Ländereienop dem Loe aus.

Die erworbenen Güter wurden zum großen Teil verpachtet. Derartiger Ver-pachtungsurkunden sind ebenfalls eine Anzahl im Pfarrarchiv aufbewahrt. DerPachtzins ist entsprechend den wirtschaftlichen Verhältnissen und der Größe derGüter recht verschieden. Es werden vereinbart: 6 Scheffel Hafer und 2 Hühner,27 Weißpfennige und 4 Hühner, 1 libra Wachs, 12 solidi, 9 Weißpfennige und Ein-räumung einer Kammer für eine bestimmte, alleinstehende Person. Die in derHerrschaft Broich gelegenen Güter des Klosters wurden 1781 auf Veranlassung derdamaligen Äbtissin .von dem „privilegierten und patentisierten" Landmesser Joh.Kasp. Jos. Northoffen vermessen und in ein Kartenbuch eingetragen. Dieses imKönigl. Staatsarchiv zu Düsseldorf aufbewahrte Kartenbuch führt auf: Ländereienim Sommerfeld, Mintarterfeld, Abdeyer Busch, Sant Mans Kothen, Geles Kothen,Otto Kothen, Knappertzhof, Erb des alten Schmidt, das newe Land, Pickartserb, loseStücker Ackerland so an Herrn Scheffen Kellermann verpachtet, Ober-Dieck Hof,Oberlehner Hof, Unterlehner Hof, Theines Camp, Bisenbecks Camp, Bisenbecksnewe Camp, Der newe Camp, Schaveracker Camp, Drüsthofs Camp, Knappertzerbzu Mülheim, Brinckmannshof, Erb zu Styrum aufm Hofert, Lindermanns Hof,Klostermannshof, Wetzmuellers Ländereien, ein Stück zu Menden im Osterfeld,Fonscheider Hof, Scheitmannshof, Erb und Gut zu Muehlenbeck, Stücker Land aufder Dohn, Teines Weide, Lohscheider Camp, lose Stücker auf der Dung, Land aufder Limbeck, Land auf der Wasserrennen, ein Stück aufm Kaienberg, ein Stück aufKaienberg im Fonscheiderfeld.

Besondere Erwähnung verdienen die Renten und Zehnten. Herzog Walramvon Limburg gewährt 1266 dem Kloster das Privileg, die Grüt für das dem Konventnötige Bier bei einem Grüter in Duisburg kostenlos zu entnehmen. Auch andereRenten in Geld oder Naturalien lassen sich nachweisen. Ein Verzeichnis derZehenden aus dem 17. Jahrhundert nennt etwa 20 Bauern in Dümpten, die jährlich

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