1064 Nachträge zu Band I
2, 97, 34) ein Kommentar in Dover 1389 (daselbst p. 431 N. 378 Glosa super Ethio-pum terras). Neue Hs. vgl. Bibl. de l'ec. des eh. 76, 2 f.; Benutzung in den Distinctionesmonasticae bei Pitra, Spicileg. Solesmense 2,117. 474. 3,467; bei Gualterus Escu-lanus im Speculum artis grammaticae, vgl. Haskins, Melanges Lot p. 251, und beiGutolf von Heiligenkreuz in der Grammatik im cod. Graec. 1476 f. 420b Ecl. 108 447cEcl. 6, 469b Ecl. 176, vgl. Schönbach, Wiener SB. 150, 2, 9.
S. 581 Ueberden Dialogus Agiihandelt F. Ermini in Studi medevali 2,180—190(1929)Zu Agius vgl. Verfasserlexikon des deutschen Mittelalters. M. Lintzel erweist dieBenutzung des Poeta Saxo bei Widukind v. Korvei. Neues Archiv 49,183—188.
S. 587 Abbo wird benutzt im Cantabr. Corp. Christi Coli. 326 s. X — XI, wo p. I33f,17 Verse von ihm stehen [Clerice dipticas — Effipiam diamant).
S. 589 L. van der Essen handelt Rev. d'hist. eccles. 19, 333ff. 522ff. (1923) über Huc-bald und seine hagiographischen Arbeiten.
S. 609f. Wilmottes Ansichtvon der nichtdeutschen Abstammung des Walthariliedes weistgebührend zurück K. Strecker, Neues Archiv 43,471 N. 193 und 662 N. 306. E. Sie-vers (Beitr. z. Gesch. d. deutsch. Sprache 51, 222ff.) stellt aus der Verschiedenheit derPersonalkurven bezüglich der Klangwirkung gegen R. Reeh (Zeitschr. f. d. Phil. 51413ff.: das Lied gehört nicht Ekkehart, sondern Gerald) bei Ekkehart und Gerald fest'daß der Waltharius nach St. Gallen und dem Ekkehart gehört. Zum Gedicht vgl!K. Preisendanz, Propyläen 21, 242f. Eine neue Aufschrift findet sich in Altenburg'N.-ö. s. XIII (Stud. u. Mitt. a. d. Gesch. d. Benediktinerordens 42, 237) Poema Wal-tharii. Zu Stellen des Geraldusprologs vgl. Strecker, Z. f. d. A. 63,115ff.,und K.Prei-sendanz, Beitr. z. Gesch. d. deutsch. Spr. u. Lit. 48,136. S.Singer, Die Dichter-schule von St. Gallen, behandelt auch den Waltharius. Ueber den Waltharius als Kunst-werk vgl. H. Brinkmann in Ztschr. f. deutsche Bildung 1928, 625ff.
S. 616 Eine kurze strophisch gegliederte Inhaltsangabe des Apolloniusromans steht alsN. 197 in den Carmina Burana (Hilka).
S. 619ff. Ueber Humor bei Hrotsvit handelt H. E. Wedeck, Classical Weekly 21,130—137. B. J. Jarcho, Ztschr. f. d. A. 62, 236, legt dar, daß Hrotsvit den Dialog demTerenz abgelauscht und die Elemente der Schul- und Kirchensprache verwertet hat.Wichtig ist der Fund H. Menhardts (ZfdA. 62, 233) von Fragmenten einer neuenHrotsviths. in Klagenfurt: Maria Vs. 84—275 und einige Stücke der Sapientia, ab-geschrieben s. XI aus Monac. 14485 mit den Verbesserungen der zweiten Hand,wichtiger die Entdeckung einer von M. unabhängigen Hs. in Köln, städt. ArchivW 101* s. XII (von Gallicanus bis Abraham reichend). Mit Benutzung des Colon,hrsg. von K. Strecker, Hrotsvithae opera 2 . Leipzig 1930. G. R. Coffman(Modern Philology 22, 239 ff.) bringt Hrotsvit, die Nikolausspiele in Hildesheim, denLudus de Antichristo und die Spiele der Carm. Burana in Zusammenhang. Christ.St. John, The plays of Roswitha (1923), gibt eine neue Uebersetzung der Dramenmit der Behauptung, sie seien für die Aufführung gedichtet. E. M. Newman, Thelatinity of the comedies of Hrotsvitha, Chicago 1929.
S. 636 O Roma nobilis, neu gedruckt von Strecker, Die Cambridger Lieder. Vgl. Raby,A hist. of Christ.-latin poetry p. 233.
S. 643 Über Einhart handelt L. Halphen, Etudes critiques sur l'hist. de Charlemagne(Paris 1921) S. 60—103; K. Esselborn, Einh. Leben und Werke, Arch. f. Hess.Gesch. u. Landeskunde N. F. 15, 24—86. Neue Handschriftenfiliation der Vita Karolidurch T.W.Thompson in Melanges Pirenne S. 519—532 (1926). Einharts Ver-fasserschaft der Passio Marcellini et Petri hält F. L. Ganshof, Revue Beige de philol.et d'hist. 3, 725—758 (1924).
S. 657 W. Nickel, Untersuchungen über Quellen, Wert und Verfasser der Vita Ludovicides Astronomus, Berlin 1919: für 814—829 lagen ihm die Ann. regni Francorum vorund der Verfasser gehört wohl unter die Geistlichen der Hof kapeile; Nithard ist vomAstronomus abhängig.
S. 660 Ph. Lauer, Nithard, Parisl926, enthält eine neue Ausgabe mit Uebersetzung. DieAnsicht von J.W. Thompson (Speculum 1,412), daß die romanische Form der Eidevon Straßburg von Nithard lateinisch gegeben und erst saec. X von einem Schreiberromanisch gewendet worden sei, weist Fr. L. Ganshof, Studi Medievali N. S. 2,1125, mit Recht zurück.
S. 668 Ercanbert von Fulda ist nach P. Lehmann (Münchn. SB. 1925, 3, 21) der Haupt-schreiber von Guelf. Heimst. 842 s. IX; er schrieb acht Hexameter mit seinem JNamenin diese Hs.