1062 Nachträge zu Band I
mann (Münchn. SB. 1920, Abh. 13) gibt einen Brief Alchvines an König Offa vonMercien.
S. 287 In Ivrea 1439 hatte man (Miscellanea Ehrle 5, 432 N. 77) Alcuinus super expositionepsalterii et incipit Sanctissimo.
S. 288 Hrabans Geburtsjahr ist nach Vindob. 460 s. IX nicht 784, sondern 780 vgl PLehmann, Münch. SB. 1925, III, 25.
S. 289 G. Baesecke, ZfdA. 58,241 handelt über Hrabans Isidorglossierung.
S. 296 Aufschrift von De laudibus s. crucis in Ivrea 1439 (Miscellanea Ehrle 5,431 N.64).— S. 300 Hss. zu De naturis rerum Casin. 32 s. XI (libri XXII de origine rerum) undCantabr. Corp. Chri. Coli. 11 s. XII. Zu illustrierten Hss. vgl. P. Lehmann in FuldaerStudien II. Münchn. SB. 1927. Angekündigt Henshaw, M., The latinity of Poemsof Hrabanus Maurus, Chicago 1929.
S. 302 f. Ein Lebensbild Walahfrids auf Grund seiner Gedichte gibt F. v. Bezold, Hist.Zeitschr. 130, 377 ff. S. 305 vgl. Schröter, Walahfrids deutsche Glossierung der bi-blischen Bücher Genesis bis II Regum und der ahd. Tatian, Halle 1926. — S. 308Heitos Visio Wettini steht im Novar. capit. LXI s. X, vgl. Anal. Bolland. 43, 330. —S. 310 In St. Andre lez Bruges s. XII besaß man dinamidias (Rev. Bened. 37, 274, 6).K. Beyerle in Hist. Aufsätze für Aloys Schulte, Düsseldorf 1927, S. 82—98 stelltfest, daß die Formulae Augienses C tatsächlich ein Briefbuch Walahfrids sind. ZuPseudo-Walahfrid PL. 2, 398 N. L, II, 26 erweist B. Bischof f (Z. f. d. Ph. 54,21 f.)(1929), daß Vs. 6—23 nur mit Hilfe der Buchstabenwerte der griechischen Zahlen(Engilver) zu deuten sind.
S. 317 Jacob Spiegel in Schlettstadt besaß 1542 Sedulius Scottus (Ztschr. f. Gesch.d. Oberrheins, N. F. 32,95). — S. 319 Auszüge aus Exposicio Sedulii Scotti superprimam edicionem Donati gab M. Esposito, The classical Quarterly 11, 95ff. (1917);das Werk befand sich s. XI in Keynsham, Engl. hist. Review 32, 389 Ars Sedulii.S. 319 f. Auszüge aus dem Fürstenspiegel im Guelf. Heimst. 454 s. X f. 132b—138b,kollationiert von P. Lehmann, Münchn. SB.1929, 54f. Jarchos Ansicht (Speculum3, 523ff.), daß schon Sedulius ein Goliarde war, wird von K. Strecker NA. 48, 569N. 822 abgelehnt.
S. 323 ff. H.Bett, Johannes Skotus Eriugena, Cambridge 1926. — H. Dörries, ZurGesch. d. Mystik. Erigena und der Neuplatonismus, Tübingen 1925. H. Liebeschütz,Kosmolog. Motive in d. Bildungswelt d. Frühscholastik (besonders über die Ideenweltdes Joh. Scottus). S. 331 Aus Vat. reg. 215 und Mus. Brit. Reg. 15. A. XVI gibt M.L.W. Laistner von Martinus Laudiensis heraus Scholica im Bulletin of the JohnRylands library 7 (1923) N. 3 p. 6—26; er vergleicht diese Scholien (griechische Glos-sen, alphabetisch angelegt) mit Martianscholien des Dunchad, Johannes und Remi-gius, daselbst 9 N. 1 p. 1—9. P. Lehmann zeigt (Bayr. Blätter f. d. Gymnasialschul-wesen 61, 29ff.), daß die in St. Paul in Kärnten 25. 2. 31 im Reichenauer Notizbucheines irischen Gelehrten enthaltenen Randnotizen dg und lö Kürzungen für Augusti-nus und Johannes Scottus sind. >m
S. 333 P. Lehmann, Rev. Bened. 35, 81—97 zeigt, daß die Zitate aus Dionysius Areo-pagita bei Hildvin und Hincmar mit der Uebersetzung des Johannes nicht stimmen,aber untereinander verwandt sind; es gab also schon vor Johannes eine lat. Ueber-setzung, fraglich ob von Hildvin. M. Grabmann (Festgabe f. Albert Ehrhard 1922S. 180—199) handelt über die lat. Uebersetzungen des Dionysius Areopagita besondersvon Joh. Scotus, Joh. Sarracenus und Robert Grosseteste. — S. 338 Im Gud. lat. 70s. IX steht am Schlüsse der Vita Vergilii ein Fragment aus Johannes, das sich auf dasLeben Vergils bezieht, vgl. J. Brummer, Philol. 72, 288 f.
S. 344 Lesarten zu den Distichen des Prudentius (PL. 2, 679 f.) teilt mit aus Paris. 818s. XI A. Wilmart, Rev. Bened. 34, 282—293.
S. 349 f. (Hincmar). In Heiligenkreuz s. XIV hatte man (Gottlieb, Bibl. 1, 27 N. IX, 6)Epistola Hincmari ad Karlum Magnum (!) und s. XII (ib. 1, 21, 33) Hincmarus hbersermonum. — S. 354 Ob der Titel in Melk 1483 (Gottlieb 1,173,14. B 80) Tractatulusqui incipit Ferculum fecit sibi rex Salomon hierher gehört? A. Wilmart (Rev.Bened. 40, 87 ff.) erweitert die Verse Hincmars über die Eucharistie (PL. 3, 314) durchdrei Distichen, die sich in der Confessio fidei Pseudo-Alchwines (Johanns vonFecamp?) finden.
S. 354 (zu Iso). Die Verfasserschaft des Prudentiuskommentars ist sehr zweifelhaft, erwird wohl eher in die Nähe des Remigius gehören.
S. 355 Zum Ursprung der Sequenzen vgl. Raby, Hist. of Christian-latin poetry (Oxford1927) p. 210—226.