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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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766 Vierter Abschnitt. Die Dichtung

sehr eindringlich zu, dem Könige seinen Pelz zu geben; der Wolf schlägtaber die Haut eines alten französischen Wolfes als besser vor, da er doch einDeutscher sei. Der König befiehlt schließlich dem Bären, dem Wolfe dasFell herunterzuziehen, da triumphiert der Fuchs mit listiger Schadenfreudeund der König fühlt sehr bald Besserung und läßt sich in aller Ruhe undin Wohlbehagen über den Wolf erzählen. Das vierte Buch schildert dieWallfahrt der Ziege Bertiliana mit sieben Gefährten an heilige Stätten. DerFuchs hatte sich nämlich zu ihr gesellt und ihr geraten, ihn und sechs andereTiere als Begleiter anzunehmen. Die Ziege geht auf das Geleit ein, aber derWolf hat den Zug ausgespürt, und als es Nacht ist, nähert er sich der Her-berge und lügt den Pilgern vor, er wolle die Reise mitmachen und in Romden Patriarchen von Palästina sprechen. Der Bock aber mißtraut ihm undwird vom Gänserich unterstützt. Doch der Fuchs bringt es fertig, daß derWolf bleibt und erst dann die Herberge verläßt, nachdem er von den Gästenallerhand tätliche Beleidigungen empfangen und sich auf eine künftigeSynode berufen hat. Er gelangt zu der zahlreichen Schar seiner Verwandtenund bietet sie zum Kampfe auf. Aber die Pilger schlagen die Wölfe glück-lich zurück. Das fünfte Buch beginnt mit dem Ärger des Fuchses darüber,daß sich der Hahn vor ihm in eine Brombeerhecke gerettet hatte; er ver-wünscht seine Zähne, und als er in seinem Ärger den rachgierigen Wolf er-blickt, lügt er diesem vor, daß er Ordensbruder geworden sei und zeigt ihmkleine Krapfen als Ordensspeise. Dadurch läßt sich der Wolf verlocken undder Fuchs sagt ihm, daß er als künftiger Sänger im Kloster für zwei essenkönne. So gelangt der Wolf ins Kloster Blandigny, wird dort aufgenommenund leistet den Profeß. Auf die Nachricht hiervon kommen elf Äbte in diesesKloster, von denen der Dichter den Walther von Egmond und Balduinvon Lisborn hervorhebt und mit hohem Lobe bedenkt. 1 Der Wolf erhieltnun das Amt des Schafhirten, aber man spottete bald über die Einfalt desWaldbruders. Inzwischen besucht der Fuchs den Wolfsbau, schmäht undbeschmutzt die jungen Wölfe und lockt die Wölfin in eine enge Spalteseiner Wohnung, wo er sie schändet. Der Wolf aber benimmt sich imKloster unverschämt und roh, er weigert sich zu singen, und als er in denKeller geführt wird, zieht er den Weinfässern den Zapfen aus und probiertaus allen Gefäßen; als die Brüder ihn suchen, steht er bis an den Hals imWeine und beträgt sich so, daß die Brüder beschließen, ihn fortzujagen.Er schlägt ihnen die Gründung eines neuen Ordens vor, aber unter dengröbsten Schmähungen und Handgreiflichkeiten werfen sie ihn hinaus, undder Unglückliche kommt an die Stelle, wo der Fuchs sein Weib geschändethatte; beide schwören ihm ewige Rache.

Soweit geht die vom Eber vorgelesene Dichtung des Bären, die allgemeingefällt; der König geht nun zur Tafel, und der Wolf schleppt sich elendnach Hause. Die Erzählung wendet sich dann zu einem Pferde, dessen Hautder Wolf an Stelle seines Felles gewinnen möchte. Er grüßt das Pferd underzählt, wie er sein Fell eingebüßt habe, und bittet es um seine Haut. Das

1 Hier tritt 5, 455—540 der Dichter per- und nur die beiden oben erwähnten Prälatensönlich hervor, indem er sich in scharfer lobend preist.Weise über die Aebte seiner Zeit ausspricht