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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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264 Zweiter Abschnitt. Die Artes

praetenderet insipienter amantium et verba proferret. . . Hss. Mus. Brit. Cotton. ClaudiusBII; Harlei. 2802; Addit. 10050. Ausgaben von Giles, S. Thomae Cant. vita i(Oxon. 1845) und Op. 359380 = Migne 199, 195. Vgl. Schaarschmidt S 244249.

Carmen de membris conspirantibus. Die Stelle im Policraticus 6, 24 (2, 71,18)apologum huius modi michi proposuit bis p. 72, 26. Das Gedicht beginnt (Giles, dp. 5p. 299) Concüium celebrant humani corporis artus. Hss. (Ovidius de ventre) Monac 641s. XV f. 81; 5594 s. XV f. 329. Berol. theol. O 37 f. 15. Der Dichter läßt die Zungebei der Ueberredung der Glieder die weitesten Digressionen machen und es fragt sichob er das nicht schon in seiner Quelle vorfand. Abdruck des Gedichtes in der Ed. princ!des Policraticus f. 247249, bei Leyser p. 446, bei Fabricius-Mansi 2, 580 undbei Giles 5, 299304. Vgl. Schaarschmidt S. 276 ff.

De septem septenis. Schon der Prolog ist von der ruhigen und sachlichen Art desJohannes recht verschieden, er beginnt (Giles 5,209) De difficillimis scripturus tarnexcellenli quam sapienti viro quibusdam fortasse praesumptuosus apparebo; sed tarnennon praesumit qui Pyihagoram interpretare (!) studuerit, qui Minervae clavibus obscurareserare didicerit, qui sapientem quaestionibus usque pulsaverit. Plato wird p. 218,10 decompositione animae tractans dicit eam constare ex eodem et diverso, ex individua et dividuasubstantia etc. genannt, wo zwar Berührung mit Chalcid. comm. 228 (ed. Wrobetp. 265, 28 ff.) stattfindet, aber in der folgenden Erklärung der Worte (Giles 5, 218,12ff.) ein mittelalterlicher Kommentar benutzt ist. Ueberlieferung im Harlei. 3969;Ausgabe von Giles 5, 209238. Vgl. Schaarschmidt S. 278281. Gesamtausgabevon J. A. Giles, Oxon. 1848, 5 tomi = Migne 199. Vgl. Ueberweg, Grundriß d.Gesch. d. Philosophie 11 (1928) 2, 242ff. Zum Policraticus vgl. P. Gennrich, DieStaats- und Kirchenlehre Johanns von Salisbury. E. Schuster, Die StaatslehreJohanns von Salisbury, Berlin 1897. J. Dickinson, Speculum 1, 308337 (Zu denIdeen über die Monarchie). E. K, Rand, Speculum 1, 447f. (zu Polier. 5, 16 sillabizare), Vgl. Raby, A hist. of Christian-latin poetry p. 335 ff.

4. WALTER MAP

Walter ist um 1140 in Herfordshire in Wales geboren und hat den inEngland für einen Walliser aufgekommenen Spottnamen Map erhalten, mitdem er sich übrigens auch selber bezeichnete. 1 Nach 1154 begab er sich zumStudium nach Paris. Seine Familie hatte sich durch treue Ergebenheit imDienste Heinrichs II. ausgezeichnet, so daß ihm nach Eintritt in den geist-lichen Stand eine Stelle im Königsdienst sicher war. In Paris war Girardusla Pucelle sein Lehrer und 1162 war er wieder in England, da er dort ThomasBecket noch als Kanzler traf. Er gehörte dann als Kleriker in den könig-lichen Haushalt und hatte viel mit Rechtsfragen zu tun. Sein Freund 2Giraldus Cambrensis erwähnt von ihm, daß er geäußert habe, er wolle allenihr Recht zukommen lassen außer Juden und Zisterziensern. Nachdem er1173 mit Heinrich II. in Limoges gewesen war, wurde er 1179 zum Lateran-konzil nach Rom gesandt, wo er mit den Waldesiern 3 verhandelte. Schonvorher (1176) hatte er die Pfründe Mapesbury empfangen und 1182 war ermit dem Könige in Saumur. Vor 1186 erhielt er die Stelle eines Kanzlersin Lincoln und 1197 wurde er zu Oxford Archidiaconus. Im Jahre 1199schien es, als ob er Bischof von Hereford werden würde, aber König Johannvergab das Bistum anderweit. Doch wurde er auch im Jahre 1203 für dasBistum St. Davids vorgeschlagen, ohne gewählt zu werden. Am 15. März1208 war er noch am Leben, da eine Zahlung für ihn ausgestellt wurde, aber1210, als Walters Freund Girald die zweite Ausgabe seiner Topographia

1 De nugis curialium (ed. M. R. James, 2 Vgl. hierzu auch Giraldi Cambr. Opera

Oxon. 1914) 5,6 p. 246, 15 clericus qui vo- ed. Brewer 3, 145, 16ff.; 4, 219, 12ff.bis kec scripsit, cui agnomen Map, 21 Inter 3 Er nennt sie 1, 31 p. 61, 2 homines ydio-

hunc et Map faciles . . . Utes coram ipso sed tas, illiteratos.et alias veniebant.