1464
4.
Ewiges Burg- und Landrecht der sechs Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden,
Zug und Freiburg nlit Wallis.
Lucern. 15>29, 12. März.
* (Ewiges Burg- und Landrecht der VII katholischen Orte mit Wallis).
(Lucern. 1-M, 17. Decemlier.j
Staatsarchiv Lucer».
N Kölkes Uamen amen. Diewyl uß Gottes ocrhengknus und strauf von wegen der ersten mentschenungehorsame und sünd die kreft (kraft) mentschlicher sinn und Vernunft gemindert und mit vergeßlichst Ibeladen, daß die lenge der zyt die taten und Hand- ^ lungen, so erstlich Gott zno lob, so von lugenden,von eeren und von gmeines nutzes wegen ewiger gedächtnus würdig sind, hinschlychen und in vergeßlicheitstellen (sich; darnach aber von j Gott widerumb ein hilf der gedächtnus verlichcn ist, daß man die taten und fachen,würdig langer ^ gedächtnus, in geschrift verfassen und den künftigen zuo aller zit zno erkennen geben mag'Darumb wir ditz nachbcnempten j sechs Ort (Oerter) der Eidgnoschaft, nämlich wir der Schultheß, der Rani,die Hundert, so man nempt den großen Rani, und die burger gemeinlich der statt Lucern; wir ^ die Amman,die Räte, die landlüt und burger und ganz gemeinden ! zuo Uri, Schwyz, Underwaldcn ob und nid demKcrnwald und Zug (Zug, -...), und wir Schultheß, Rät und Burger und ganz(e) gmeind der statt Fryburgin Uechtland (der stetten Fryburg, Solotorn und . . . .) an einem, (und) wir Philip am Hengarten, (Adria-nus ^ von Riedmattcn) , von Gottes gnaden I erwelter (fehlt) Bischoff zuo Sitten, prefect und gras zuo Wallis!wir thumbdechan und gmein Capitel der loblichen Stift daselbs zuo Sitten, ouch wir der Hoptman, dieRät und gmein landlüt und ganz gmeinden der siben Zenden, j nämlich Sitten, Syders, Löugk, ^ Raren,Fisp, Bryg und Goms, und ganzer landtschaft Wallis, am andern teil, bekennen und tuond kunt offenbarallen denen, so disen brief ansehend oder hörend lesen, für uns j und all unser ewig nachkamen, die wirfestenklich harzuo verbinden, (l.) Als dam:, nämlich wir die drtt Ort ^ Lucern, Uri und Underwalden undwir die fünf Zenden der landschaft Wallis, nämlich Goms, Bryg, Fisp, Sitten und Syders, j unser froinenaltvordern, mit einandern in ein burgk und landrecht verfaßt worden, (das) bishar erlich an uns gebraucht, darinwir noch sind, alles nach lut der brief und sigel, so dozemal usgricht und noch vorhanden sind, der j selbenbliesen etlicher datum stat uff Mittwuch (der ander uff Sonntag) vor unser lieben Frowen tag ze mitteMOugsten, in dem jar do man zalt von Cristi gepurt fierzechenhundert und in dem sibenzechenden jar, und sawir > bedaucht die ^ großen trüw, früntschaft und liebe, von unfern selgen altvordern lange zit und jnr
") Der verhältnißmäßig geringen Abweichungen wegen, welche dieses erweiterte Bündniß aufweist, fügen nw'dessen Varianten in Parenthesen und Noten bei, — ohne damit dem Bearbeiter des folgenden Bandes vorgreifen ZUwollen, indem die synoptische Vergleichung solcher Urkunden nicht jedermann genügen oder zusagen mag. — Die DopM'bstriche bezeichnen die Zeilen der zweiten Urkunde.